Senking und Feller mit gemeinsamer Idee

Von Wriedel nach Himbergen: Buslinie durch Bevensen-Ebstorf vorgeschlagen

+
Freiwillige sollen den Bus steuern, der die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf von Wriedel bis nach Himbergen verbinden soll. Der Bedarf dafür ist da, sind Heiko Senking und Martin Feller überzeugt. (Symbolfoto)

Bevensen-Ebstorf – Die Nervosität steigt. Am 26. Mai wird ein neuer Bürgermeister in der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf gewählt. Dennoch treten jetzt zwei der drei Kandidaten mit einem gemeinsamen Vorschlag an die Öffentlichkeit.

Heiko Senking (UWG) und Martin Feller (Grüne) schlagen vor, einen Bus auf den Weg zu schicken, der die Gemeinden in den beiden Teilen der Samtgemeinde miteinander verbindet. Eine Linie von Wriedel bis Himbergen. Im Mai wollen sie die Fraktionsvorsitzenden informieren.

Von Rivalität keine Spur. Und natürlich duzt man sich. „Ich bin schon länger mit Heiko im Gespräch, wie wir die Gemeinden näher aneinanderbringen können“, berichtet Feller, Bürgermeister in Bad Bevensen. Auch acht Jahre nach der Fusion sind die alten Grenzen zwischen den Samtgemeindeteilen in den Köpfen. Dabei gebe es gute Gründe für eine solche Verbindung. „Die Ärzteversorgung in Bad Bevensen ist einfach besser als in Ebstorf. Und wir haben kein Hallenbad.“

„Der Trend ist weg vom Auto, hin zum öffentlichen Nahverkehr“, sagt Ebstorfs Bürgermeister Senking. „Wir müssen weg von den vielen Millionen Autos.“ Aus versicherungstechnischen Gründen will er den Bus über den TuS Ebstorf laufen lassen, dessen Vorsitzender er ist. In TuS-Regie läuft bereits der Ebstorfer Bürgerbus. Ein zweites Fahrzeug hat er bereits im Auge. „Die Vereinsbusse werden tagsüber nicht zu viel genutzt“, erklärt Senking. „Am Wochenende sollten sie allen Vereinen zur Verfügung stehen.“

Der große Vorteil des Vereinsbusses: Er könnte, wie bereits jetzt beim TuS, kostengünstig von Ehrenamtlichen gesteuert werden. Um die Fahrbereitschaft der Linie oder auch eines Rufbusses sicherzustellen, denkt der Ebstorfer Bürgermeister aber auch daran, Fahrer der Taxiunternehmen gegen eine Aufwandsentschädigung einzubinden. Auch die Freiwilligen sollen auf den Neunsitzern eine Schulung erhalten, so Senking. „Sicher ist sicher.“

Feller rechnet mit Kosten von einigen 10 000 Euro, wenn der Samtgemeinde-Bus zwei- bis dreimal verkehrt. „Je schneller wir mit den Planungen vorankommen, desto schneller bekommen wir Fördermittel.“ Wie groß der Bedarf sei, müsse dann in einer ein bis zweijährigen Testphase ermittelt werden. „Ich bin aber überzeugt, dass der Bedarf da ist.“

VON GERHARD STERNITZKE

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare