Sie wollen die Kultur ihrer Heimat erhalten

Vorsitzender Werner Schabert im Gespräch mit einer Teilnehmerin des Treffens der Bessarabiendeutschen.

Bad Bevensen - Von Ute Bautsch-Ludolfs. Was haben der ehemalige Bundespräsident Horst Köhler, die ehemalige Eiskunstläuferin Katharina Witt und die Schlagersängerin Nicole gemeinsam? Antwort: bessarabiendeutsche Wurzeln. Das ist auch die Verbindung der gut 200 Menschen, die aus dem Umkreis von rund 80 Kilometern am Sonnabend im Kurhaus Bad Bevensen zusammengekommen waren.

Der Bessarabiendeutsche Verein, Regionalverband Lüneburger Heide, hatte wieder einmal zur Zusammenkunft eingeladen und der erste Vorsitzende Werner Schabert aus Bad Bevensen hatte mit seinem Vorstandsteam ein interessantes Tagesprogramm organisiert.

Zugeordnet nach Kirchspielen, saß man zusammen. 70 Jahre nach der Umsiedlung 1940 sind es natürlich nicht mehr so viele direkte Zeitzeugen in der Runde dafür aber zahlreiche Nachkommen.

„Wir wollen über die Geschichte der einstigen Auswanderungen nach Bessarabien vor fast 200 Jahren und die Umsiedlung berichten“, sagte Schabert, „kulturelle Werte erhalten und diese an nachfolgende Generationen, der ehemals in Bessarabien lebenden Vorfahren, weitergehen.“

Bessarabien lag am Schwarzen Meer zwischen den Flüssen Dnjestr und Pruth – heute das Gebiet der Ukraine und Moldawien. Nach der Andacht gab es Geschichtliches zum Ort Kathbach. Wie dereinst Hochzeiten abliefen – von der Brautschau, Verlobung, über die Verschreibung bis zur Hochzeitsfeier mit seinen Sitten und Gebräuchen –das wurde in Film, Wort, Fotos und der Präsentation einer Braut näher gebracht. Büchertisch, moldawischer Wein, Listen mit Dorfnamen von früher, Namenslisten, Fotos und Rezepte kulinarischer Leckereien, von den Strudla über Spitzbuben bis zu den Käsknöpfle, wurden gezeigt. Natürlich wurde auch gemeinsam das Heimatlied „Gott segne dich, mein Heimatland“ im Angesicht des Wappens – mit Pferd, Ziehbrunnen und im Zentrum das Kreuz mit Getreideähren – gesungen.

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