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Wirtschaftsminister Bernd Althusmann überbringt Förderbescheid für Thermen-Investition

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Wirtschaftsminister Althusmann und Torsten Krier vor dem Baldneum der Bevenser Therme.
Wirtschaftsminister Dr. Bernd Althusmann (links) mit Thermen-Chef Torsten Krier vor dem Balneum aus den neunziger Jahren. Eine moderne Jod-Welt soll entstehen. © Sternitzke, Gerhard

Thermen-Chef Torsten Krier plant Großes. Über sieben Millionen Euro will der Geschäftsführer der Bevenser Kurgesellschaft in die neue Saunalandschaft, die Jod-Welt, investieren – eine Maßnahme, die den Tourismusstandort voranbringen soll. Groß ist auch der Zuschuss des Landes in Höhe von rund drei Millionen Euro (AZ berichtete). Deshalb erschien gestern Wirtschaftsminister Bernd Althusmann persönlich, um nach vorausgegangener Förderzusage den Bescheid persönlich zu überbringen.

Bad Bevensen – Althusmann hebt die Bedeutung des Tourismusstandorts Bad Bevensen für Niedersachsen mit 400 000 Übernachtungen hervor. In der Konkurrenz mit den Nordseebädern, dem Harz, Schleswig-Holstein und Bayern punkten Bad Bevensen und die Therme nach seinen Worten als Ort, wo man die Seele baumeln lassen und etwas für die Gesundheit tun könne, erklärt der Minister, der als Lüneburger auch schon selbst in der Therme war. „Also: Bad Bevensen ist ein echter Wohlfühlfaktor“, findet Althusmann. In der Konkurrenz setze Niedersachsen auf den Gesundheitstourismus.

Ohne die Förderung wäre die Neugestaltung der Saunalandschaft nicht möglich

„Der Druck für die Kurgesellschaft Bad Bevensen war groß. Ohne die maximale Fördersumme wäre eine Neugestaltung der Saunalandschaft nicht möglich gewesen“, heißt es in einer Pressemitteilung der Kurgesellschaft. „Wir sind froh und dankbar, dass wir die Förderung bekommen“, sagt Geschäftsführer Krier. Das Geld kommt von der landeseigenen N-Bank. Zu der Förderung kommen noch 4,25 Millionen Euro der beiden Eigentümer, also Landkreis Uelzen und Stadt Bad Bevensen, sowie 35 000 Euro aus Eigenmitteln.

Mit der Neugestaltung der Jod-Welt werden neue Entspannungs- und Therapieangebote geschaffen. Außerdem entsteht vieles, was der Gast nicht sieht, was aber zeigt, dass Bad Bevensen auf Nachhaltigkeit setzt: Photovoltaikanlage, Wasseraufbereitungstechnik, Folgenutzung von Abwärme sowie ein Spitzenlast-Management für Stromabnehmer.

Laut Althusmann hat das Land seit 2010 fast 15 Millionen Euro an Fördermitteln nach Bad Bevensen gegeben. Investitionen in Höhe von 21 Millionen Euro seien dadurch ermöglicht worden. Dennoch nutzt Stadtdirektor Martin Feller die Gelegenheit, auf die schwierige finanzielle Situation der Kurstadt hinzuweisen.

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