Trotz Corona sieht Thorsten Krier positiv in die Zukunft der Therme

Therme in Bad Bevensen: „Wir sind konkurrenzfähig“

Thorsten Krier zieht trotz Corona eine positive Zwischenbilanz seiner bisherigen zweieinhalb Jahre als Geschäftsführer der Kurgesellschaft. 
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Thorsten Krier zieht trotz Corona eine positive Zwischenbilanz seiner bisherigen zweieinhalb Jahre als Geschäftsführer der Kurgesellschaft.

Bad Bevensen – Aufgrund von Corona braucht die Kurgesellschaft einen Zuschuss von ihren beiden Gesellschaftern, dem Landkreis und der Stadt Bad Bevensen, in Höhe von 1,7 Millionen Euro.

Der Stadtrat hat jetzt einstimmig beschlossen, den Anteil der Kurstadt von 714.000 Euro auszuzahlen. Der Geschäftsführer der Gesellschaft, Thorsten Krier, nahm die Entscheidung zum Anlass, eine Zwischenbilanz seiner Arbeit zu ziehen.

„Die Therme ist insgesamt auf einem guten Weg. Aber dann kam halt der 17. März und Corona“, sagte Krier. In den zweieinhalb Jahren, seitdem er als Geschäftsführer tätig ist, seien die Gästezahlen in der Jod-Sole-Therme kontinuierlich angestiegen. 2019 habe man durchschnittlich 719 Gäste pro Tag gehabt, in den Jahren davor im mittleren 600er-Bereich. „2020 hatten wir in den ersten beiden Monaten sogar durchschnittlich 880 Besucher“, so Krier. Mit dem Ausbruch von Corona sind die Gästezahlen um 50 Prozent zurückgegangen. Dadurch ist auch das Defizit entstanden, das jetzt ausgeglichen werden muss. „Wir sind aber auch Vorreiter im Umgang mit Corona“, erklärte Krier. So erhalte er häufig von anderen Bäderbetrieben Anfragen zum Hygienekonzept.

Trotz der Corona-bedingten Probleme blickt Krier optimistisch in die Zukunft. „Die Therme ist gut aufgestellt und alles spricht dafür, dass wir uns nach der Krise wieder erholen werden und in den nächsten Jahren eine positive Entwicklung nehmen“, sagte er. Denn seit seinem Amtsantritt 2018 habe man einige Teile des Entwicklungskonzepts für die Kurgesellschaft realisieren können. So werden der Umbau und die Modernisierung der 1967 errichteten Therme in Angriff genommen, und in einem ersten Schritt entsteht zurzeit der komplett neu gestaltete Eingangsbereich. Insgesamt fließen zehn Millionen Euro in die verschiedenen Projekte der Thermen-Modernisierung.

Das Ziel für die nahe Zukunft ist laut dem Geschäftsführer der Kurgesellschaft, das jährliche Defizit weiter zu verringern. So sei etwa die Kurservicegesellschaft bilanztechnisch vor der Corona-Pandemie auf einem guten Weg gewesen. 462.000 Euro des jetzt freigegebenen Zuschusses finanziert die Stadt über den aktuellen Nachtragshaushalt, den Restbetrag von 252 000 Euro mit dem Haushalt 2021. VON LARS LOHMANN

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