„Wir können das wuppen“

Die Gespräche laufen weiter: Ebstorfs Samtgemeindebürgermeister Torsten Wendt (links) und Hans-Jürgen Kammer, stellvertretender Verwaltungschef Bevensens.

Bad Bevensen - Von Wiebke Brütt. Die Samtgemeinde Bevensen will die Fusion – jedoch zunächst nur mit der Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf. Bis zum 31. August wollen sich die beiden Kommunen einig werden – denn nur dann wäre eine Fusion zum 1. Januar 2011 drin. Die Einheitsgemeinde Bienenbüttel könnte dann zu einem späteren Zeitpunkt dazu kommen. Das beschloss der Rat der Samtgemeinde Bevensen auf seiner jüngsten Sitzung.

In der Sitzungsvorlage war zunächst von Fusionsverhandlungen mit beiden möglichen Partnern – also Ebstorf und Bienenbüttel – die Rede gewesen. Der Rat stimmte dann aber einmütig dafür, die konkreten Verhandlungen auf das Alte Amt Ebstorf zu begrenzen. Eine spätere Fusion mit dem nördlichen Nachbarn schließen die Ratsleute jedoch weiterhin nicht aus. „Die Haltung von Bienenbüttel kam überraschend, dennoch werden wir die Tür zu Bienenbüttel nicht zuschlagen“, erklärte Jürgen Hinrichs (SPD).

Bienenbüttel wird an der Fusion zum 1. Januar 2011 voraussichtlich nicht teilnehmen, da die verschärften Hochzeitsbedingungen der Einheitsgemeinde nicht rechtzeitig erfüllt werden können – Bürgermeister Heinz-Günter Waltje hatte gefordert, dass die Samtgemeinden Bevensen und Altes Amt Ebstorf die Anzahl ihrer Mitgliedsgemeinden reduzieren (die AZ berichtete).

Die Gespräche mit Ebstorf laufen hingegen auf Hochtouren. „Wir sind sehr weit mit unseren Verhandlungen und sind darum der Meinung, es sollte bei Bevensen und Ebstorf bleiben“, gab Samtgemeindebürgermeister Knut Markuszewski die Marschrichtung vor. Hinrichs bestätigte: „Das Klima ist sehr angenehm. Wenn wir zügig arbeiten, können wir das bis Ende August mit Ebstorf noch wuppen.“ Eckhard Warnecke (CDU) betonte, dass es sich bisher noch „um vorbereitende Gespräche, keine Verhandlungen handelt“. Es müssten noch Eckpunkte und Daten auf den Tisch gelegt werden, damit ein Weg gefunden werden kann, von dem „möglichst viele profitieren“. Auch Johann-Henrich Vietor (WBB) schlug trotz grundsätzlicher Zustimmung einige kritische Töne an: „Der enge Zeitplan verhindert es leider, einen Plan B zu haben. Wir müssen uns bewusst sein, auch wenn wir es schaffen, dass ein Vertrag zustande kommt, wird dieser nicht vollständig sein. Wir werden an manchen Stellen immer wieder nachbessern müssen.“

Martin Feller (Grüne) wies nochmals auf die politischen Konsequenzen einer Zusammenlegung der beiden Kommunen hin. Denn eine Hochzeit würde nicht nur Synergie-Effekte bei der Verwaltung, sondern auch eine Verschlankung des Rates mit sich bringen. „Ich bin kein Freund davon politische Mitbestimmungsmöglichkeiten abzugeben. Aber diese Fusion ist die einmalige Chance für die Samtgemeinde sich weiterzuentwickeln.“

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