Verein Bad Bevensen Wirtschaft & Tourismus plant Aktionen fürs Wir-Gefühl

„Wir können selber etwas tun“

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Zwei Vorschläge für positive Stimmung und Wir-Gefühl in Bad Bevensen: Die Rundbogen-Schilder sollen ersetzt werden und auf dem Kirchplatz sollen Bänke aufgestellt werden. Auch eine Boule-Anlage ist denkbar.

Bad Bevensen. „Wir brauchen eine positive Stimmung in Bad Bevensen. “ Appelle wie diese erreichten die Mitglieder des Vereins „Bad Bevensen Wirtschaft & Tourismus“ (BBW&T) in der Vergangenheit zunehmend aus der Hotellerie und dem Einzelhandel.

Der BBW&T-Vorstand nahm sich dies zu Herzen, rief im Oktober vergangenen Jahres dazu auf, in verschiedenen Workshops das zu erarbeiten, was man sich von und in Bad Bevensen wünscht. Und herausgekommen sind dabei, so stellte BBW&T-Vorsitzender Rolf Behn in der jüngsten Mitgliederversammlung vor, einige Visionen.

Um Lebensqualität, Inklusion, die Innenstadt und um den Servicegedanken ging es dabei unter anderem, schilderte Gerhard Kreutz, Geschäftsführer der Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM), der den Prozess mit begleitet hat. Er berichtete den Wirtschaftstreibenden, die im Verein BBW&T organisiert sind, dass aus den Workshops Arbeitsgruppen abgeleitet wurden, die verschiedene erste Ergebnisse erarbeitet haben.

So sollen auf dem Bad Bevenser Kirchplatz in Kürze Sitzbänke aufgestellt werden. Auch eine Boule-Anlage wäre hier denkbar, ergänzte Rolf Behn. „Es sind alles kleine Maßnahmen, die umsetzbar sind und viel bringen, wenn man sie nicht zu kompliziert macht“, stellte er fest. Für eine Belebung des Kirchplatzes sollen außerdem Gespräche mit der Kirchengemeinde geführt werden, kündigte der Vereinsvorsitzende an.

Außerdem ist eine Aktion „Bad Bevensen putzt“ geplant. Ausgerüstet mit Wischlappen und Eimer sollen Bürger dann gemeinsam verdreckte Beschilderungen in der Stadt reinigen. „Was brechen wir uns ab, wenn wir das einfach mal machen?“, fragte Gerhard Kreutz. Mit solchen Aktionen werde das Wir-Gefühl gestärkt, betonte er. „Wir brauchen eine Stimmung von innen nach außen, das Gefühl: Wir können selber etwas tun.“

Selber etwas tun – das hat sich auch BBW&T-Mitglied Susanne Lühr-Peschke gedacht. Unter ihrer Regie wird derzeit geplant, die alten Rundbogenschilder, auf denen in der Stadt auf Hotels und Betriebe hingewiesen wird, durch neue zu ersetzen. Die genaue Gestaltung – zum Beispiel, ob es individuelle Schriften oder ein einheitliches Layout geben soll – wird noch diskutiert. Auch der Inklusionsbeirat soll dabei einbezogen werden, damit die neuen Schilder für Sehbehinderte gut lesbar sind.

Ein weiteres Projekt, das sich der BBW&T auf die Fahne geschrieben hat: Die Eingangsbereiche der Kurstadt sollen einladend gestaltet werden. So soll an der Ebstorfer Straße in Höhe der DRK-Villa eine Wildblumenwiese auf der Verkehrsinsel wachsen, an der Dahlenburger Straße und am Friedhof ebenfalls. „Und dafür brauchen wir Sponsoring“, appellierte Rolf Behn an die Mitglieder. „Es müssen ja keine großen Summen sein.“ Insgesamt will der Verein für die Aktion „Bad Bevensen blüht auf“ etwa 4000 Euro zusammenbekommen.

Von Ines Bräutigam

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