Großes Weihnachtskonzert mit mehr als 100 Akteuren

Ein „Winterzauber“ für die Kurstadt

Beim Konzert wird deutlich: Kapellmeister Ulrich Stöcker fordert Präzision und Ausdrucksstärke von Sängern und Instrumentalisten. Foto: Bautsch-Ludolfs
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Beim Konzert wird deutlich: Kapellmeister Ulrich Stöcker fordert Präzision und Ausdrucksstärke von Sängern und Instrumentalisten.

Bad Bevensen. „Winterzauber“ in Bad Bevensen: Das ist keine Panorama-Aufnahme der schneebedeckten Stadt unter blauem Himmel. Auch kein neu kreiertes, wärmendes Getränk beim „Lichterglanz“ vor der Dreikönigskirche.

„Winterzauber“ ist ein wunderbares Konzert am vergangenen Sonnabend im Kurhaus mit „Märchenmusik aus allen Zeiten“ – so richtig zur Einstimmung auf die Weihnachtszeit.

In die Kurstadt gekommen sind der Opern-, der Extra- und der Kinderchor des Lüneburger Theaters, Solisten und die Lüneburger Symphoniker. Summa summarum: Mehr als 100 Mitwirkende.

Gleich zu Beginn ist der jubilierende Eingangschor aus der ersten Kantate des Weihnachtsoratoriums von Johann Sebastian Bach zu erleben: „Jauchzet, frohlocket“. Die Ankunft Jesu wird angepriesen, Freude und Zuversicht sind spürbar. Schon hier wird eines deutlich: Ulrich Stöcker, Kapellmeister des Lüneburger Theaters, fordert Präzision und Ausdrucksstärke der Sänger und Instrumentalisten. Kleiner Wermutstropfen: In hohen Oktavlagen dringt bei den Sopranstimmen zu viel Vibrato heraus.

Voller Virtuosität und Gefühl wird es Winter. Gemeint ist der dreisätzige Teil aus Vivaldis bekannten „Die vier Jahreszeiten“. Wunderbar werden eisiger Wind, Kälte, Zähneklappern spürbar im ersten Satz, wie auch Ruhe und Zufriedenheit im zweiten Satz. Chapeau dem Soloviolinisten, Konzertmeister Markus Menke.

Minutenlanger Applaus für den Kinderchor: Mehr als 50 junge Choristen – sehr konzentriert, sicher und sangesfreudig – tragen ein Medley aus dem Disney-Film „Die Eis- königin – völlig unverfroren“ vor.

Schauspielerin Stefanie Schwab trägt während des Konzertes auch immer wieder klug ausgewählte Texte vor: Zum Lächeln etwa „Die Weihnachtsmaus“ von James Krüss und eher zum Nachsinnen das Andersen-Märchen „Das kleine Mädchen mit den Schwefelhölzern“.

Zum Abschluss stimmen sich Akteure und Konzertbesucher noch einmal gemeinsam auf das Fest ein: Zwei Weihnachtslieder werden zusammen gesungen.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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