Wettbewerb wird zu Modul

Zum 125-jährigen Bestehen lädt Hohenbünstorf zum Kreisfeuerwehrtag

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Die Ausstattung und Technik des Löschfahrzeugs der Bundeswehr-Flugplatzfeuerwehr Faßberg lockt den ein oder anderen Interessierten an. Fotos: Holzgreve

Hohenbünstorf. 160 Einwohner, 33 Aktive. Die Feuerwehr in Hohenbünstorf ist im Dorfleben fest verwurzelt. Und sie hat in diesem Jahr einen besonderen Geburtstag – 125 Jahre ist sie jetzt alt. Weisheit genug, den Kreisfeuerwehrtag auszurichten. Und wie.

51 Wehren maßen am Sonnabend am Ortsrand ihre Kräfte. Die Hohenbünstorfer Wehr, über die in der Fachzeitschrift „Feuerwehr Magazin“ berichtet wurde, weil sie einen Frauenanteil von 42 Prozent hat, hatte sich für den Kreisfeuerwehrtag Unterstützung aus dem ganzen Dorf geholt. „Vor fünf Jahren habe ich beim Landkreis den Antrag gestellt, den Feuerwehrtag auszurichten. Und heute werden wir von 80 Helfern an den Ständen und in der Festscheune unterstützt“, sagte Ortsbrandmeister Heinrich Wilhelms.

Und das war noch nicht alles. Eine Fahrzeugausstellung, darunter ein Löschfahrzeug der Bundeswehr-Flugplatzfeuerwehr Faßberg, gab es. Das VGH-Brandschutzmobil war aufgefahren. Die Bundeswehr informierte über ihr Kreisverbindungskommando. Der ADAC war mit einem Überschlagsimulator gekommen. Und die DRK-Bereitschaft Uelzen war mit mehreren Fahrzeugen vor Ort.

Letztere ließ ihre neueste Errungenschaft aufsteigen: eine Drohne mit Wärmebildkamera, die zum Beispiel bei der Personensuche eingesetzt werden kann; oder der Feuerwehr bei der Suche nach Glutnestern hilft. Auch die Wehr Brockhöfe verfügt mittlerweile über Drohnentechnik, die Kreisbrandmeister Helmut Rüger „zukunftsweisend“ nannte.

Und überhaupt: Zukunft und Kreisfeuerwehr. Zum ersten Mal wurden die Kreiswettbewerbe nach neuen Modulen ausgetragen, die das Land Niedersachsen vorschreibt. So mussten von den teilnehmende Wehren drei Module erfüllt werden: der Löschangriff, die Wasserentnahme sowie Leitern und Knoten. Die Module weisen nach vorn. Seit Januar diesen Jahres hatte die Kreisfeuerwehr die veränderten Übungen durchgesetzt. Und Kreisbrandmeister Rüger zeigte sich am Sonnabend überzeugt, dass sich das bei Wettbewerben über die Kreisgrenzen hinaus 2019 bereits auszahlen wird.

So landeten im neuen Leistungsvergleich die Wehren Testorf, Jarlitz und Groß Malchau-Boecke auf den Plätzen eins bis drei. Zeitschnellster und damit Gewinner des Henning-Otte-Wanderpokals war Barum A. Den Traditionswettkampf um den Superkreissieger aus den letzten 66 Jahren gewann Barum. Die Wehr war damit Gewinner des erstmals ausgegebenen Dieter-Ruschenbusch-Pokals. Auf den Plätzen zwei und drei folgten Hohenbünstorf und Jarlitz.

Von Christian Holzgreve

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