Nächste Woche beginnt in und um Bevensen die Vorvermarktung fürs Glasfasernetz des Landkreises

„Wer das nicht macht, ist blöd“

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Jetzt wird’s ernst: 60 Prozent der Haushalte müssen sich für einen Anschluss ans kreisweite Glasfasernetz entscheiden, damit überhaupt ausgebaut wird.

Bad Bevensen. Bislang hieß es noch abwarten – doch jetzt soll es ganz schnell gehen, und zwar in jeder Beziehung: In der kommenden Woche, ab dem 3. April, beginnt im Nordkreis die Vorvermarktungsphase für das Glasfasernetz, das der Landkreis Uelzen – wie mehrfach berichtet – in elf Schritten (Cluster) kreisweit ausbaut.

Cluster 1 (Bienenbüttel) und 2 (Bevensen-Mitte) sind als erstes dran, informierte Sascha Blumenberg von der Wirtschaftsförderung „Uelzen aktiv“ jetzt die Mitglieder der Bevenser Werbegemeinschaft.

Allerdings, so Blumenberg, sei der Begriff „Bevensen-Mitte“ etwas missverständlich. Denn die Stadt Bad Bevensens als solche sei bereits zum allergrößten Teil mit schnellem Internet versorgt. Und in diesen Teilen dürfe der Landkreis auch nicht für sein neues Glasfasernetz akquirieren. In den umliegenden Ortsteilen oder Gemeinden allerdings läuft das Internet noch vielfach im Schneckentempo – vor allem hier haben die Einwohner die Chance, von der zukunftsfähigen Hochgeschwindigkeitsverbindung ins weltweite Datennetz zu profitieren. Und die Kreistagsabgeordneten Christian Mocek (CDU) und Martin Feller (Grüne), die bei der Versammlung der Werbegemeinschaft zugegen waren, appellierten eindringlich, diese Chance auch wahrzunehmen. „Wer das nicht macht, ist wirklich blöd“, formulierte es Feller.

Denn in der Vorvermarktungsphase würden also ab 3. April in Bienenbüttel und Bad Bevensen die sozusagen unterversorgten Haushalte kontaktiert. Wer einen Vorvertrag mit dem Partner des Landkreises – der LüneCom – unterschreibe, der hätte vor allem einen Vorteil, erläuterte Sascha Blumenberg: „Sie sparen sich die Verlegung des Glasfaserkabels bis an Ihr Haus, denn das übernimmt der Landkreis. Das wären an die 1700 Euro pro Haushalt. Wer sich erst später für einen Anschluss entscheidet, für den müsste extra ein Bagger anrollen – und das wird teuer.“ Selbst, wer sich nach Ablauf des zunächst 24 Monate laufenden Vertrags mit der LüneCom anders entscheide, käme immer noch günstiger davon.

Und über noch ein Detail von großer Bedeutung klärte Sascha Blumenberg die Bevenser auf: Wichtig sei, dass 60 Prozent der Haushalte in einem Cluster sich für einen Anschluss ans schnelle Glasfasernetz entscheiden. „Hier zählen alle Haushalte zusammen, nicht einzelne Gemeinden“, betonte Blumenberg und nannte ein Beispiel: „Wenn also in Natendorf zwar 90 Prozent der Haushalte unterschreiben, insgesamt aber nur 59 Prozent aller Haushalte im gesamten Cluster, wird nirgendwo ausgebaut.“

Blumenberg appellierte an die Bevenser, sich bei Fragen an ihn zu wenden (Kontakt siehe blauer Kasten). Er gebe gern ganz individuell Auskunft über die jeweiligen Möglichkeiten eines Anschlusses an das geplante Glasfasernetz. „Wir können quasi per Knopfdruck sehen, wer versorgt ist und wer nicht“, sagte er.

Von Ines Bräutigam

Kontakt und weitere Informationen

Wie komme ich da rein? Wie bin ich versorgt? Und wie funktioniert das alles überhaupt? Sascha Blumenberg von der Wirtschaftsförderung des Landkreises Uelzen beantwortet alle Fragen rund ums geplante Glasfasernetz unter Telefon (05 81) 800 49 94. Mail: glasfaser@landkreis-uelzen.de www.landkreis-uelzen.de/glasfaser

Zu den Kosten: Ab 3. April werde die LüneCom auch die Konditionen auf www.DeinNetz.de veröffentlichen. Sie seien „marktüblich“, erklärte Sascha Blumenberg.

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