Vertrag unterzeichnet / Gesundheitseinrichtungen möglich

Wellness in der Diabetes-Klinik?

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Noch ist nicht zu erahnen, dass sich auf dem Gelände der ehemaligen Diabetes-Klinik etwas tut. Fest steht aber: Das Areal wurde verkauft und Pläne für die Nutzung werden geschmiedet.

Bad Bevensen. „Die Grundstücksübergabe wird zum ersten März vollzogen“, kündigt Uwe Winter, Geschäftsführer der Bevenser Kurgesellschaft (KurGmbH) an. Die Rede ist von dem Gelände am Klaubusch mitten im Kurgebiet, auf dem die ehemalige Diabetes-Klinik steht.

Die Kaufverträge seien unterzeichnet, die KurGmbH warte nun noch auf den Überweisungseingang vom Konto des ausländischen Investors, über dessen Namen Stillschweigen vereinbart wurde.

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Dieser musste für den Kauf von Gebäude und Gelände gleich mit zwei Parteien verhandeln: Denn die Summit und Partners GmbH aus Köln hatte 2007 zwar das Gebäude der Diabetes-Klinik gekauft, aber nur einen Teil des dazugehörigen Grundstücks. Für den anderen – einen kleineren Bereich – hatte die Unternehmensgruppe nur das Erbbaurecht von der KurGmbH erworben, die Eigentümerin dieses Teilgeländes ist (die AZ berichtete).

„Bisher sind alle Termine eingehalten worden. Aus Sicht der Kurgesellschaft ist es absolut positiv, dass das Gelände verkauft wurde. Was er mit dem Grundstück macht, muss er schauen“, sagt Winter. Fest stehe, dass der Investor sanieren und nicht neu bauen möchte – so der derzeitige Stand.

Im Gespräch seien für die künftige Nutzung nach AZ-Informationen zwei Varianten: Zum einen gibt es die Idee, in der ehemaligen Diabetes-Klinik Behandlungen mit einem Heilmittel anzubieten, das aus Erdöl gewonnen wird und in Deutschland bisher noch nicht zugelassen ist. Eine andere Option, die überdacht wird, ist die Einrichtung von barrierefreien Wohnungen. „Aus Sicht der BBM wäre natürlich ein touristisches Angebot sehr sinnvoll“, kommentiert Uwe Winter, der nicht nur Geschäftsführer der KurGmbH, sondern auch der Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) ist.

Rein formal gibt der städtische Bebauungsplan derzeit lediglich die Errichtung von „gesundheitlichen Einrichtungen“ her, wie Bauamtsleiter Roland Klewwe auf AZ-Nachfrage erklärt. Denn das Gelände der ehemaligen Diabetes-Klinik sei – anders als man angesichts der vielen Hotels in direkter Nähe vermuten mag, als „Sondergebiet Klinik“ ausgewiesen. Dieses erstreckt sich auf der einen Seite bis zur Straße „Zur Amtsheide“ und an der anderen Seite bis zum Grundstück des geplanten Feriendorfes am Klaubusch.

„Möglich wären Einrichtungen zur Gesundheitsvorsorge und -therapie, also beispielsweise der Bau von Pflegeeinrichtungen oder Wellnesseinrichtungen. Reines Wohnen ginge derzeit nicht“, sagt Bauamtsleiter Roland Klewwe, wobei er betont, dass die Stadt, wenn das Vorhaben im Interesse der Kommune sei, den Bebauungsplan „relativ schnell“ ändern könnte – also etwa innerhalb eines halben Jahres. „Wir würden da aber nur tätig werden, wenn uns konkrete Pläne vorliegen. Und das ist bisher nicht der Fall.“

Von Wiebke Brütt

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