Sanierung im Kindergarten Himbergen dauert an / Sachverständiger überprüft Rohrleitungen

„Weitere Schäden ausschließen“

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Aufrgund des Wasserschadens muss der gesamte Estrich im Gebäude samt Dämmung herausgerissen werden.

Himbergen. Einsam ist es auf dem Gelände des Kindergartens, unter dem Regenbogen in der Straße zum Botterbusch in Himbergen geworden. Kein fröhliches Kinderlachen ist aus dem Gebäude zu hören und im Garten tollen auch keine Kinder mehr herum.

Stattdessen dröhnt aus dem Haus Baulärm und Lastwagen stehen auf dem Gelände. Der Grund: Nach einem neuerlichen Wasserschaden, der schon vom November 2011 herrührte, muss nunmehr das gesamte Gebäude saniert werden. Die damals vorgenommenen Trocknungs- und Sanierungsmaßnahmen griffen nicht. Das Wasser war in die Bodenisolierung gezogen, lässt sich nicht trocknen. Was dadurch passiert, ist leicht vorstellbar.

„Wir haben alles Mögliche getan, was wir tun können. Jetzt sind die Handwerker am Zuge“, bedauert Himbergens Bürgermeister Jürgen Hinrichs, dass es nur den Weg der Totalsanierung gibt. „Jetzt muss so gründlich wie möglich saniert werden, damit weitere Schäden ausgeschlossen werden können“. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist, gesundheitliche Schäden für Kinder und Erzieherinnen auszuschließen. Die Versicherung des Gebäudes ist Sache der Gemeinde. „Wir vom Rat sind keine Baufachleute, deshalb haben wir den Dipl.-Ing. Helmut Krull mit der Betreuung der Sanierung beauftragt“, versichert Hinrichs.

Feiner Staub macht den Handwerkern beim Herausreißen des Estrichs und der Isolierung zu schaffen. Es ist nur ein Arbeiten bei geöffneten Fenstern und mit Mund- und Nasenmaske möglich. Es muss alles raus. Auch die Treppe, die in den ersten Stock führt. Am Montag kommt ein Sachverständiger, der die Rohrleitungen überprüft. Denn auch da sind Probleme aufgetaucht, was die Rohrleitungsschächte betrifft.

Bevor der neue Fußboden eingebracht ist und Maler- und Tischlerarbeiten ausgeführt und die Räume alle wieder bezugsfertig sind, wird es wohl noch vier bis fünf Monate dauern. Die Höhe der Kosten ist immer wieder Gesprächsthema im Ort. Sie gehen nicht zu Lasten der Gemeindekasse. Damit werden sich die Versicherer des ersten Sanierers und des Schädigers sowie der Gebäudeversicherer auseinandersetzen.

Rückblick: Entstanden war der Wasserschaden durch eine „Unachtsamkeit“. Eine Reinigungskraft vergaß im ersten Stock des Gebäudes den Wasserbahn wieder zuzudrehen. Das Wasser lief daraufhin über das Wochenende zwei Tage und Nächte von der ersten Etage hinunter ins Erdgeschoss. Für die Kinder des Himberger Kindergartens ist das Ganze derzeit noch ein Abenteuer. Sie zogen ins Gemeindehaus der Kirche und zusätzlich wurden sechs Container aufgestellt (AZ berichtete). Im Garten des Gemeindehauses wird noch ein Bauwagen für eine „Werkstatt“ aufgestellt werden.

Von Gudrun Kiriczi

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