Therme: Aufsichtsrat muss über Zukunftskonzept entscheiden / CDU blickte hinter die Kulissen

Weichenstellung im Oktober?

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Direkt am Beckenrand (oben) und in den Tiefen der Technik (unten) ließen sich die CDU-Politiker über den aktuellen Stand in der Bevenser Jod-Sole-Therme informieren. 

ib Bad Bevensen. Zu verschiedenen Anlässen hatte der Geschäftsführer der Kurgesellschaft Bevensen, Torsten Krier, bereits in Aussicht gestellt, dass er für die Zukunft der Jod-Sole-Therme ein Konzept erarbeitet hat.

Weil allerdings noch Entscheidungen des Aufsichtsrats der Kur GmbH dazu ausstehen, müssen sich alle noch bis zur Umsetzung in Geduld fassen. Der CDU-Ortsverband wollte sich jetzt ein eigenes Bild von der Situation des Aushängeschilds der Kurstadt machen und ließ sich von Krier und dessen technischem Abteilungsleiter Christian Baer die aktuelle Situation der Therme vor Augen führen.

In der Thermen-Technik erfuhren die Politiker, wie aus 700 Metern Tiefe die jodhaltige Sole gefördert wird – 17 Kubikmeter täglich, ganz unscheinbar im Außenbereich des Thermengebäudes, wie manche staunend feststellten. In einem aufwendigen Verfahren werden dann die Erdanteile und das Eisen in der Sole herausgereinigt – als Kulisse dafür offenbarte sich den Christdemokraten ein großer Kellerkomplex mit zahlreichen Pumpen und Leitungen, deren Funktionen Christian Baer ausführlich erläuterte.

Nicht nur der Ortsverbandsvorsitzende Sönke Strampe war beeindruckt von der Komplexität der Abläufe. „Hier wird nicht einfach ein Wasserhahn aufgedreht und eine Prise Salz dazugegeben. Es ist ein viel aufwendigeres Verfahren, wessen man sich als Badegast gar nicht bewusst wird.“

Torsten Krier und Christian Baer ziehen gemeinsam an einem Strang. „Wir tun hier alles erdenklich Mögliche, damit es dem Gast gut geht“, betonten sie. Bei der Führung durch die Therme ließ der Geschäftsführer auch das „Sorgenkind“, das Thermenbistro, nicht aus (AZ berichtete). „Er hat den Ablauf der Therme verinnerlicht und entwickelt schon ein Konzept zur gesamten Verbesserung der Situation“, haben die CDU-ler zufrieden festgestellt. Schließlich sei die Stadt – neben dem Landkreis – Gesellschafterin der Kurgesellschaft und zahle jährlich einen beträchtlichen Zuschuss für den Betrieb. Im Oktober, so hieß es, soll nun dem Aufsichtsrat der Kur GmbH das Kriersche Konzept vorgestellt werden. „Bis dahin muss sich die Geschäftsführung mit Einzelheiten zurückhalten“, zeigten die Besucher aus der Politik Verständnis.

Klipp und klar hat der Geschäftsführer, der seit April im Amt ist, dann aber doch einige Dinge angesprochen. So regte Torsten Krier an, den Slogan „Stadt der Jod-Sole-Therme“, wie er auf einem schönen Schild am Bahnhof stehe, auch andernorts in der Stadt wieder aufzunehmen. „Warum nutzt man dies nicht als roten Faden, welcher den Besucher vom Bahnhof mit immer wieder auftauchenden Informationen und Bildern durch die Stadt zur Therme führt?“ Außerdem befürwortet der Geschäftsführer, wie berichtet, kostenlose Parkplätze in unmittelbarer Nähe der Therme, und auch ein Thermenhotel sei ein positiver Baustein zu einer besseren Auslastung der Einrichtung.

Die Politiker entließ Torsten Krier schließlich nach drei Stunden, in denen keine Frage unbeantwortet blieb. Und den Worten: „Am 25. September ist Tag der Sauna. Ich hoffe, wir sehen uns dann wieder!“

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