N-Bank prüft Zuschussoptionen für das sanierungsbedürftige Kurhaus Bad Bevensen

Warten auf Nachricht aus Hannover

Die Diskussion um das Bad Bevenser Kurhaus geht weiter: Im Gespräch sind nicht nur Neubau-, sondern auch Sanierungsmodelle. Am 18. Oktober wird der Rat über das Thema beraten. Foto: Ph. Schulze

Bad Bevensen. Neubau oder Sanierung? Private Partner oder nicht? Die Frage nach der Zukunft des sanierungsbedürftigen Kurhauses Bad Bevensen schwebt weiterhin über der Kurstadt. Derzeit prüft die N-Bank, welche Modelle bezuschusst werden könnten. In der Stadtratssitzung am 18.

Oktober wollen Bad Bevensens Politiker dann über einen Fahrplan für das Kurhaus beraten. Dabei stehen nicht nur Bauform und -beteiligte sowie die Finanzierung zur Diskussion, sondern auch das künftige Konzept des Hauses.

Nach einem Termin bei der N-Bank kann Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer zwar keine gänzlich positiven Nachrichten verbreiten, aber zumindest Hoffnung. „Wir sind etwas beruhigt worden“, erklärt er. Stadt und Bank prüfen derzeit, ob es möglich wäre, einen Kurhaus-Neubau im Rahmen eines PPP-Projektes (Public Private Partnership) umzusetzen und fördern zu lassen – ein Unterfangen, bei dem der Stadt bisher ein sehr enges Zeitfenster Sorgen bereitete. Denn die Förderperiode für EU-Mittel, mit der Bad Bevensen in Sachen Kurhaus rechnete, läuft 2013 aus. „Es gibt aber vielleicht andere Möglichkeiten“, deutet der stellvertretende Stadtdirektor Thomas Fisahn an, betont jedoch, die „Zeitschiene bleibt eng“ – und das gleich aus mehreren Gründen: Trödeleien kann sich die Stadt zum einen nicht erlauben, weil sie sich im Fusionsvertrag dazu verpflichtet hat, Einsparungen durch einen „voraussichtlichen Neubau“ zu erzielen. „Wir sind darum gehalten, zügig vorzugehen“, sagt Fisahn.

Ein weiterer Punkt, der zur Eile mahnt, ist der Kurhausbetrieb: „Für die Leute vor Ort muss klar sein, wie es im Kurhaus weitergeht“, sagt Bauamtsleiter Roland Klewwe. „Wir wissen beispielsweise noch nicht, welche Art von Veranstaltungsräumen und ob Gastronomie vorgehalten werden soll“, erklärt Bürgermeister Martin Feller.

Zum Hintergrund: Das Bad Bevenser Kurhaus ist marode und entspricht nicht mehr den aktuellen technischen Standarts. Für die Lösung dieses Problems stehen derzeit jedoch noch mehrere Modelle zur Diskussion – von einem Neubau bis zur Sanierung des Altbaus (die AZ berichtete). Bei einer Sanierung müsste die Stadt auf Fördertöpfe verzichten, ein Neubau wäre grundsätzlich förderfähig – ob Zuschüsse auch fließen, wenn mit privaten Partnern (PPP) gebaut wird, muss noch abgeklärt werden. Eben diese Gespräche laufen derzeit.

Von Wiebke Brütt

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