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Medingen: SPD moniert Information zu verlegtem Lokal –Wähler vor verschlossener Tür

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Aufsteller mit Informationen vor dem nicht zugänglichen Pfarrhaus in Medingen.
Zahlreiche Wahlberechtigte standen am Sonntag vor dem verschlossenen Wahllokal in Medingen. Sie mussten weiter zur Kita an der Bevenser Villa im Park. © Privat

Der SPD-Ortsverein Bad Bevensen erhebt schwere Vorwürfe gegen die Samtgemeindeverwaltung wegen der Wahlorganisation. Weil das Wahllokal im Medinger Pfarrhaus am vergangenen Sonntag nicht zur Verfügung stand, mussten die Wahlberechtigten zur Bevenser Kita an der Villa im Park, um ihre Kreuze zur Landtagswahl zu machen (AZ berichtete). Viele Wähler hätten vor dem verschlossenen Wahllokal gestanden.

Medingen/Bad Bevensen – Laut SPD waren es weit über 100. Die Verärgerung sei groß gewesen. „Wir kritisieren nicht, dass das Wahllokal kurzfristig verlegt werden musste“, betont der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Hannes Henze. „Dafür mag es berechtigte Gründe geben, nicht immer läuft alles nach Plan. Wenn ein Wahllokal kurzfristig verlegt werden muss, dann muss aber sichergestellt werden, dass die Einwohner gut und rechtzeitig informiert werden. Genau das wurde nicht gemacht und das darf nicht passieren.“ Es gehe ums Fehlermanagement.

Die Verwaltung hatte am Mittwoch per Pressemitteilung an die AZ, per Facebook und über die Bad-Bevensen-App über die Verlegung informiert. Einen Tag später wurde ein Shuttleservice angekündigt, der zweimal am Tag fahren sollte. „Alle, die nicht die AZ abonniert haben oder bei Facebook sind, haben keinerlei Informationen bekommen. Dadurch war ein Großteil der Wahlberechtigten von der Information über die Verlegung ausgeschlossen“, moniert Henze. „Das Wahlrecht hätte Priorität haben müssen.“

Gerade für ältere und eingeschränkte Menschen sei der Weg nach Bad Bevensen zu weit gewesen. Die SPD habe einen eigenen Fahrdienst organisiert. Knapp 20 Personen seien gefördert worden.

„Es fallen immer mal wieder durch unvorhersehbare Gründe Wahllokale aus“, sagt Samtgemeindebürgermeister Martin Feller. Die Information über drei Kanäle habe man für ausreichend erachtet. Zudem habe die Verwaltung den Shuttledienst organisiert. Kurz vor 18 Uhr habe zudem eine Mitarbeiterin nachgeschaut, ob noch jemand vor dem Pfarrhaus stehe.

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