Vollsperrung bis Oktober

Die Ortsdurchfahrt in Seedorf ist seit gestern eine Großbaustelle – hier werden in den kommenden vier Monaten ein neues Pflaster und ein neuer Regenwasserkanal gelegt.

Seedorf - Von Ines Bräutigam. Schwere Baumaschinen sind in Seedorf angerückt, es wird geschoben und geschaufelt. Gestern ist der Startschuss für die Erneuerung der Seedorfer Ortsdurchfahrt gefallen. Bis zum 29. Oktober wird die Kreisstraße 44 in diesem Bereich komplett für den Kraftverkehr gesperrt sein. Allein die Schulbusse werden – mit kurzfristig geänderten Haltestellen – nach den Sommerferien Seedorf passieren können.

Gestern Vormittag wurde mit dem Aufnehmen des alten Kopfsteinpflasters begonnen. Auch der alte Regenwasserkanal wird einem neuen weichen. Die Maßnahme wird, so Axel Hinrichs vom Amt für Kreisstraßen und Abfallwirtschaft des Landkreises Uelzen, in zwei Bauabschnitten erfolgen: So wird zurzeit der Bereich zwischen Ortseinfahrt aus Natendorf kommend und der Abzweigung nach Addenstorf (Kreisstraße 49, Alte Salzstraße) erneuert. Danach beginnt der zweite Abschnitt von der Alten Salzstraße in Richtung Bad Bevensen.

Für den Individualverkehr mussten großräumige Umleitungen eingerichtet werden. So ist bereits aus Westen kommend ab Natendorf (Samtgemeinde Altes Amt Ebstorf) gesperrt, der Verkehr muss von hier aus über Barum laufen. Auch in Varendorf (Gemeinde Bienenbüttel) ist die Straße in Richtung Seedorf bereits dicht – hier führt die Umleitung über Bienenbüttel.

Die inzwischen einzige mit historischem Kopfsteinpflaster gebaute Ortsdurchfahrt im Landkreis Uelzen wird, wie berichtet, nach langer kontroverser Diskussion doch nicht asphaltiert, sondern wieder gepflastert – mit einem Granitpflaster, das dem jetzigen sehr ähnlich ist, informiert Axel Hinrichs. In die alte Fahrbahn hatten sich im Laufe der Jahre tiefe Fahrrinnen gegraben und andere Unebenheiten gebildet, auch der Regenwasserkanal ist marode.

Aus Kostengründen hatte sich der Landkreis Uelzen zunächst für eine Asphaltierung ausgesprochen – sehr zum Entsetzen der Seedorfer. Neue Fördermöglichkeiten hatten dann doch zu einem Umdenken in der Kreispolitik geführt: Neue Fördermodalitäten, die die Behörde für Geoinformation, Landentwicklung und Liegenschaften (GLL) eröffnet hatte, machen nun einen Zuschuss in Höhe von 259 000 Euro möglich. Die gesamte Bausumme beträgt 412 500 Euro. Die Stadt Bad Bevensen, deren Stadtteil Seedorf ist, beteiligt sich mit 21 300 Euro, so dass für den Landkreis Uelzen ein Eigenanteil von 131 700 Euro übrig bleibt. Zwar sind das immer noch 45 000 Euro mehr als bei einer Asphaltierung anfallen würden, doch war man sich einig, mit dieser Lösung einen Kompromiss gefunden zu haben.

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