Mehr als 1.700 Besucher im prachtvoll illuminierten Bad Bevenser Kurpark

Vollmond, Hans-Hermann und ESC

+
Auch geheimnisvolle Wesen auf Stelzen sind im Kurpark unterwegs. 

Bad Bevensen – Da haben sich Gerhard Kreutz, Geschäftsführer der Bad Bevensen Marketing GmbH, und sein Team mal wieder übertroffen: Als stimmige Beleuchtung installierten sie einen Vollmond über dem Kurpark.

Pünktlich legt sich der Frühling mit sommerlichen Temperaturen ins Zeug – in dieser lauen Nacht hält es nur wenige zu Hause. Mit etwas mehr als 1700 Besuchern ist die Kurparknacht am Sonnabend ein voller Erfolg. Keine Veranstaltung dieser Art hat bisher so viele Menschen – Große, aber auch Kleine – anlocken können. Und so strahlt Gerhard Kreutz auch sichtlich zufrieden.

Maskottchen Hans-Hermann wird von den Scheinwerfern auf eine Leinwand von Bäumen projiziert.

Immer wieder veranlassen die in weiß, rot, blau, grün und anderen Farben angestrahlten Bäume und Büsche zum Stehenbleiben und Staunen – absoluter Hingucker: Bad Bevensens Maskottchen Hans-Hermann wird von den Scheinwerfern auf eine Leinwand von Bäumen projiziert. Der Posaunenchor Altenmedingen, mit großem Einfühlungsvermögen dirigiert von seiner Chorleiterin Antje Knobloch, spielt „What a Wonderful World“. Geheimnisvoll leuchtet von weitem das Zelt der „Märchenbühne“ aus Vloto, in dem Rita Maria Fröhle Märchen erzählt. Frei trägt sie die Geschichten vor, denen nicht nur die Kids im Zelt, sondern auch die vor dem Zelt mit großen Augen und aufmerksamen Ohren lauschen. So manche Eltern- und Großeltern fühlen sich in ihre Kindheit zurückversetzt.

Alte Kurpark-Bekannte sind Raimo Adler und Antje Wewezer, die als „Flamme e Fabulee“ ihre Zuschauer damit beeindrucken, wie sie Feuer kunstvoll in wirbelnden, anspruchsvollen Choreographien einsetzen. Getanzt wird auch an anderer Stelle. Suhana, an der Trommel begleitet von ihrem Partner Castano, zeigt mit großer Lebensfreude klassisch-orientalische Tänze in ihrer stilistischen Vielfalt.

Auf der Terrasse vor der Sonnenfalle haben sich Magdalene „Maggie“ Grüttner und Klaus Stehr ihre Instrumente aufgebaut. Zusammen sind sie das Duo „Nordlücht“ und entführen ihre Zuhörer mit Geige, Gitarre und Gesang in die Welt der Reels und Jigs, wie sie in Schottland und Irland gespielt und getanzt werden. Doch sie können auch anders – mit viel Gefühl präsentieren sie den Song, der in der Version von Peter, Paul and Mary seinerzeit um die Welt ging: „Very Last Day“. Wunderschön gerade durch die Magie des in geheimnisvolles Licht getauchten Kurparks.

Zwischendurch immer mal wieder ein Blick in den Saal des Kurhauses – dort wird live die Übertragung des European Song Contests (ESC) auf eine große Leinwand gebeamt. Doch lediglich 30 bis 50 Interessierte schauen sich gelangweilt die Show an – das wahre Leben findet draußen statt. Als der Stargast des Abends, Madonna, erscheint, hält sich die Begeisterung im Kurhaus doch sehr in Grenzen

VON FOLKERT FRELS

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare