Ärger über geplante Gülle-Begrenzung

Vinstedt: Bauern stellen Ministerin zur Rede

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Barbara Otte-Kinast stellte sich in Vinstedt den Fragen der Landwirte. 

Vinstedt – Düngeverordnung, Beregnung, Agrarinvestitionsförderung oder der Tierschutz mit den „drei K‘s“ in der Schweinehaltung die hiesigen Landwirte wissen was hinter den Wörtern steht.

Oft nicht nur Schlagwörter, sondern harte Themen und vor allem Probleme und Konflikte. Was auch am Freitagabend auf Hof Bodin in Vinstedt deutlich wird, als sich die niedersächsische Landwirtschaftsministerin Barbara Otte-Kinast auf Einladung von Landrat Heiko Blume „Aktuellen Themen der niedersächsischen Landwirtschaft“ widmet.

Friedrich-Karl Bodin macht schon während seiner Begrüßung klar: „Es liegen uns viele Dinge auf der Seele. Probleme kommen nicht nur von Petrus, sondern die kommen auch aus Berlin.“ Andere Landwirte beklagen, dass sie durch die Düngeverordnung ihre Pflanzen nicht mehr ernähren können und kritisierten, dass Uelzen als rote Region eingestuft wird in der 20 Prozent weniger gedüngt werden darf. „Das ist Enteignung auf dem kalten Weg“, sagt ein Landwirt.

„Wir müssen ökologische und wirtschaftliche Aspekte miteinander in Einklang bringen von der Landwirtschaft wird auch Veränderungsbereitschaft erwartet“, macht die Ministerin deutlich. Moderne Landwirtschaft müsse den Zielen der Nachhaltigkeit umfassend gerecht werden. Die Landwirtschaftsministerin kritisiert aber auch Brüssel und Berlin bei der Düngeverordnung. Die Reduzierung des Nährstoffüberschusses sei ein zentrales Thema in der Landwirtschaft. Sie sehe, die vorgeschlagene Senkung des ermittelten Stickstoffdüngebedarfs um 20 Prozent für nitratsensible Gebiete, jedoch als problematisch an. 

ute

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