Bevensen-Ebstorf: Rat beschließt Ausschreibung

Verwaltung setzt auf Ökostrom

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Bad Bevensen. Die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf will keinen Strom mehr nutzen, der aus Atomkraftwerken kommt.

Die Mehrheit der Ratsmitglieder hat sich deshalb auf ihrer vergangenen Sitzung dafür ausgesprochen, die Kommunale Wirtschafts- und Leistungsgesellschaft mbH (KWL) des Niedersächsischen Städte- und Gemeindebundes mit der Durchführung der Stromausschreibung für den Bezug von so genanntem „Ökostrom“ in den Kalenderjahren 2013 und 2014 zu beauftragen. Der Beschluss fiel bei drei Enthaltungen und einer Gegenstimme aus den Reihen der CDU-Fraktion.

Der Rat der alten Samtgemeinde Bevensen hatte bereits im September vergangenen Jahres beschlossen, bei der nächsten anstehenden Ausschreibung auf eine Lieferung von Strom hinzuwirken, der nicht aus Atomkraftwerken stammt. Allerdings werden die bisherigen gemeinsamen europaweiten Bündelausschreibungen zum Einkauf von Strom durch die Landkreise Uelzen und Celle nicht mehr durchgeführt. Hintergrund: Der Landkreis Uelzen ist zum Jahresbeginn 2012 dem Gebäudemanagement Uelzen/Lüchow-Dannenberg beigetreten, und der Kreis Celle wird – ebenfalls wie nun die neue Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf – die KWL mit der Stromausschreibung beauftragen.

Die fusionierte Samtgemeinde verspricht sich von dieser Ausschreibung günstige Strompreiskonditionen, die nur im Großverbund zu erzielen seien, heißt es seitens der Verwaltung. Seit 1998 führt die KWL so genannte Strombündelausschreibungen für niedersächsische Kommunen und Verbände durch.

Während es in der Ratssitzung keinerlei Diskussionen zu diesem Thema gegeben hat, bezieht der SPD-Ortsverein Bevensen deutlich Stellung: „Wir wollen unseren Beitrag dazu leisten, dass unsere Verwaltung atomstromfrei arbeitet“, sagt dessen Vorsitzender Hermann Kalinowski. „Aber das muss eben auch möglichst wirtschaftlich geschehen. Es geht hier schließlich um Steuergeld.“ Die SPD-Fraktion im neuen Samtgemeinderat hat deshalb einhellig ihr Votum für den Ökostrom gegeben.

Bis zum 15. Februar hat die Samtgemeindeverwaltung nun Zeit, den Vermittlungsvertrag an die KWL zurückzusenden. Am 27. April soll dann die Ausschreibung im Amtsblatt angekündigt werden, die Angebote daraufkönnen wiederum bis zum 19. Juni abgegeben werden. Die Vergabe erfolgt am 2. Juli, danach werden Details abgestimmt, so dass zum 1. Januar 2013 der Ökostrom durch die Leitungen der samtgemeindeeigenen Liegenschaften fließen könnte.

Von Ines Bräutigam

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