Landrat Blume und Stadtdirektor Kammer äußern sich zum Millionendefizit der Kurgesellschaft

Versuch einer Erklärung

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Jahr für Jahr fährt die Soletherme in Bad Bevensen Verluste ein. Auf AZ-Nachfrage versuchen Landrat Heiko Blume und Samtgemeindebürgermeister Hans-Jürgen Kammer eine Erklärung für das Dauer-Defizit der Kurgesellschaft.

Bad Bevensen/Landkreis. „Es ist sogar eine gewisse Konstanz da“, sagt Landrat Dr. Heiko Blume mit Blick auf die Finanzen der Kurgesellschaft Bevensen (KurGmbH), deren Aufsichtsratsvorsitzender er ist.

In den vergangenen Monaten und Jahren machte die Gesellschaft, von der der Landkreis Uelzen 52 Prozent und die Stadt Bad Bevensen 48 Prozent der Anteile hält, mit hohen Fehlbeträgen Schlagzeilen.

2013 beträgt das Defizit, das bisher immer anteilig von den Gesellschaftern ausgeglichen wurde, rund 1,94 Millionen Euro – das sind rund 640 000 Euro mehr als im Wirtschaftsplan kalkuliert. 2014 sind 1,4 Millionen Euro Defizit im Wirtschftsplan vorgesehen – ein Betrag, der laut Betriebsleitung wohl nicht eingehalten werden kann. Und im Wirtschaftsplanentwurf 2015 wird derzeit mit 1,67 Millionen Euro Defizit gerechnet.

Dennoch verneint Blume, dass die Fehlbeträge durch die Decke geschossen seien, denn: „Man muss die Einmaleffekte herausrechnen.“ Unter diesem Punkt verbuchen Landrat Heiko Blume und Bad Bevensens Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer unter anderem Abschreibungen, die sich aus dem Besitz und Verkauf des Bevenser Kurhausgebäudes und des entsprechenden Grundstücks ergeben. Außerdem seien seit 2010 etwa zwölf Millionen Euro in die Jod-Sole-Therme investiert worden – was nach Aussage von Betriebsleiter Gerald Oelfke zudem zu höheren Abschreibungen führte. [...]

Von Wiebke Brütt

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