Bevenser kritisieren Petra Brauns Äußerungen zu strategischer Zielplanung und baulichen Veränderungen

„Verhöhnt“ und „fremdenfeindlich“

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Die Zukunft der „Villa am Park“ in Bad Bevensen ist nur ein Kritikpunkt von Petra Braun, wenn es um die Entwicklung der Kurstadt geht. Ein Asylbewerberheim im Zentrum ist aus ihrer Sicht als Hotelinhaberin nicht der richtige Weg – eine Argumentation, die Johann Henrich Vietor nicht nachvollziehen kann.

wb Bad Bevensen. Petra Brauns Reaktion auf die „strategische Zielplanung“ der Stadt Bad Bevensen und die damit verbundenen Kosten, sowie an den baulichen Entwicklungen der Kurstadt und deren vermeintlichen Auswirkungen auf den Tourismus löst harsche Kritik aus.

Henning Effe

Vor allem die Formulierung der Hotelinhaberin und „Pro-Wirtschaft“-Vorsitzenden, die Einbindung der Öffentlichkeit im Rahmen von Workshops in den Prozess der strategischen Zielfindung habe für die Stadt nur eine „Alibifunktion“, stößt auf Gegenwind. „Sie verhöhnt damit öffentlich das Engagement von Menschen, die in ihrer Freizeit an der Zukunftsplanung unserer Stadt mitwirken wollen“, sagt Henning Effe, Vorstandssprecher der Bevenser Werbegemeinschaft.

Johann Henrich Vietor

Johann Henrich Vietor, der für die Wählergemeinschaft Bad Bevensen im Stadtrat sitzt, akzeptiert Brauns kritische Auseinandersetzung mit der extern moderierten strategischen Zielplanung, die die Stadt gemeinsam mit der Samtgemeinde und dem Flecken Ebstorf für rund 41 500 Euro eingekauft hat. Eine andere Äußerung hingegen kritisiert er scharf: die Behauptung, dass ein Gast nicht dorthin kommen würde, wo Asylantenheime eröffnet würden. Braun bezieht sich in diesem Kommentar auf Pläne des DRK-Kreisverbandes,. Demnach könnte in der „Villa am Park“ an der Ebstorfer Straße, die das DRK erworben hat, übergangsweise eine Asylbewerberunterkunft entstehen (AZ berichtete). „Das ist eine unglaubliche fremdenfeindliche und rassistische Entgleisung. Kann irgendjemand seine Augen vor dem unendlichen Elend der syrischen Flüchtlinge verschließen?“, fragt Vietor. Das Wegbleiben eines zahlendes Gastes dürfe nicht schwerer wiegen als das Überleben von Männern, Frauen und Kindern, die durch die Bürgerkriegskämpfe verletzt und traumatisiert seien, betont Vietor.

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