Bad Bevensen: Verkehrs- und Parksituation an der Klein Bünstorfer Straße erhitzt Gemüter

Verbotsschilder sind eine Option

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Im Bereich der Kooperativen Gesamtschule und des DRK-Hauses ist es vor allem um die Mittagszeit manchmal unübersichtlich. Parkende Fahrzeuge auf der Straße würden die Situation zusätzlich verschärfen.

Bad Bevensen. Es war nur ein am Straßenrand geparktes Auto. Doch bei vielen Bevensern hat es für Aufsehen gesorgt.

Denn der Polo, der kürzlich zwei Tage lang an der Klein Bünstorfer Straße abgestellt war, wird in sozialen Netzwerken des Internets aufgeregt diskutiert, weil er als Verkehrshindernis betrachtet wurde.

Etwa zwei Tage lang stand dieser Pkw an der Klein Bünstorfer Straße geparkt – völlig legitim. Dennoch löste er bei den Bevensern eine Debatte über die dortige Verkehrssituation aus.

Und mit dieser Diskussion entbrennt auch eine grundsätzliche Debatte darüber, ob an dieser Stelle Halteverbotsschilder stehen sollten oder eine Tempo-30-Zone eingerichtet werden müsste. „Nervig und unverschämt“ fanden Mitdiskutierende in der Facebook-Gruppe „Wir aus Bämsen“ den Pkw, als „Provokation“ sahen ihn einige. Andere verstehen wiederum die ganze Aufregung nicht.

Fest steht: Da es an dieser Stelle keinerlei Einschränkungen gibt, dürfen an der Klein Bünstorfer Straße Fahrzeuge stehen. „Sollte es allerdings tatsächlich dazu kommen, dass in dem Bereich, in dem das Fahrzeug zwei Tage lang geparkt war, vermehrt geparkt wird, dann würde die Stadt ein Park-Verbotsschild aufstellen“, kündigt Stadt-Sprecher Jörn Nolting auf AZ-Nachfrage an. In den vergangenen Jahren sei in besagtem Bereich jedoch nicht geparkt worden – mit Ausnahme vor dem Blumengeschäft hinter der Kurve –, sodass es die Stadt eigentlich nicht für erforderlich halte, ein Park-Verbotsschild aufzustellen.

Auch der Ruf nach einer Temporeduzierung auf 30 km/h, wie es vom Schulverein vor Jahren gefordert worden war, flammt neu auf. Nolting erklärt dazu: „Ein Antrag der Stadt wurde von der Straßenverkehrsbehörde abgelehnt, da es sich um eine überörtliche Straße handelt.“ Eine erneute Möglichkeit, einen Antrag zu stellen, ergebe sich aus der in Aussicht gestellten Möglichkeit, Tempo-30-Zonen vor Schulen, Kindergärten und Altenheimen einrichten zu können (AZ berichtete). „Bisher mussten Unfallschwerpunkte nachgewiesen werden.“

Insgesamt ist die Klein Bünstorfer Straße im Bereich des DRK-Hauses und der KGS aber immer wieder ein Juckepunkt: Probleme oder Verkehrsbehinderungen treten in erster Linie morgens um 8 Uhr und mittags um 13 Uhr auf – zu Schulbeginn und Unterrichtsende, weiß man auch bei der Stadt. „Die über 150 Lehrer und über 1800 Schüler sorgen für ein stoßweise hohes Verkehrsaufkommen“, berichtet der Stadt-Sprecher. „Zudem fahren die Schüler nicht nur ausschließlich mit dem Bus, sondern werden von ihren Eltern gebracht.“

Davon kann man auch beim DRK-Kreisverband ein Lied singen. Denn offensichtlich herrscht in der Bevölkerung die Meinung, dass es sich bei dem DRK-Gelände um eine öffentliche Fläche handelt. Dem ist mitnichen so, stellt DRK-Kreisgeschäftsführer Heinz Meierhoff auf AZ-Nachfrage klar. „Das ist unser Privatgrundstück, auf dem unsere Dienstfahrzeuge stehen“, sagt er klipp und klar. Weder sei das Grundstück als Parkplatz für Mitarbeiter vorgesehen noch als öffentlicher Platz, an dem Schüler in elterliche Fahrzeuge ein- und aussteigen sollen. Da dies in der Vergangenheit allerdings immer wieder offensichtlich missverstanden wurde und auch entsprechende Hinweisschilder ignoriert wurden, zieht das DRK nun Konsequenzen und sperrt sein Privatgrundstück ab. „Wir stellen eine Situation her, mit der wir unsere Dienstfahrzeuge dort stellen und unsere Fläche auch nutzen können“, sagt der DRK-Kreisgeschäftsführer.

Von Ines Bräutigam

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