Bad Bevensen: Landkreis fordert Sicherung des Geländes am Klaubusch

Vandalismus in der Klinik

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"Betreten des Grundstücks verboten!" steht auf dem Schild, dem kaum Beachtung geschenkt wird.

Bad Bevensen. Abenteuerspielplatz für Jugendliche und Ziel von Metalldieben – Vandalismus ist auf dem Gelände der ehemaligen Bad Bevenser Diabetes-Klinik ein Dauerthema. Das Gebäude ist in einem desolaten Zustand.

Scheiben sind eingeschlagen, Türen eingetreten und das Gelände ist verunreinigt. Nachbarn berichten von Dieben, die alte Wasserhähne, Kupferleitungen und technische Geräte aus dem Gebäude schaffen. Vertreter von Polizei, Ordnungsamt Bevensen-Ebstorf sowie dem beim Landkreis angesiedelten Amt für Bauordnung und Kreisplanung sind wiederholt vor Ort. Der Landkreis hat inzwischen ein Zwangsgeldverfahren eingeleitet. Mitarbeiter der Bauaufsichtsbehörde des Landkreises seien nach Aussage von Kreissprecher Martin Theine vergangenes Jahr mehrfach vor Ort gewesen und hätten die Kölner Unternehmensgruppe „Summit Partners GmbH“, die bis vor wenigen Wochen Inhaber von Gebäude und Gelände war, schriftlich verpflichtet, sämtliche Zugänge zum Gebäude so zu verschließen, dass unbefugtes Eindringen verhindert wird.

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„Für den Fall der Nichtbeachtung wurden entsprechende Zwangsgelder angekündigt. Diese sind mittlerweile festgesetzt worden, da der Eigentümer die geforderten Maßnahmen bis heute nicht umgesetzt hat“, berichtet Theine. Da die Summit Gebäude und Grundstück inzwischen an einen ausländischen Investor verkauft hat (die AZ berichtete), werde das Verfahren mit diesem neuen Eigentümer fortgesetzt. Theine: „Das heißt konkret: Die entsprechend durch das Fachamt erlassenen Verfügungen gelten auch für den Rechtsnachfolger – sprich den neuen Eigentümer.“

Die Mitarbeiter des Fachamtes würden kurzfristig Kontakt mit dem neuen Eigentümer aufnehmen. Auch im Ordnungsamt der Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf ist das „Problem Diabetes-Klinik“ bekannt: „Wir sind wiederholt draußen gewesen“, berichtet Lothar Jessel gestern. „Einmal wurden vor dem Grundstück alte Akten mit Gesundheitsdaten früherer Patienten gefunden.“ Auch Kai Richter, Pressesprecher der Polizeidirektion Lüneburg, bestätigt: „Wir hatten da in den letzten Wochen und Monaten immer wieder Einsätze – um Diebstähle ging es aber weniger.“ Stattdessen sorgten Kinder und Jugendliche, die sich in dem heruntergekommenen Klinikgebäude herumtrieben, für die Alarmierung der Polizei. „Es ist aber kein polizeilicher Brennpunkt“, betont Richter.

Von Wiebke Brütt

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