Als „Bürger für Bad Bevensen“ (BfB) tritt zur Kommunalwahl in der Kurstadt eine neue Wählergruppe an

Überparteilich und uneigennützig

Kandidieren für die neue Wählergruppe: Peter Andabaka, Hella Paß, Roland Zander, Brigitte-Susanne Hendel-Andabaka und Claus-Christian Viebrock (von links). Foto: Privat

Bad Bevensen. Sie wollen „überparteilich, unabhängig und uneigennützig mit den Bürgern für die Bürger der Stadt“ arbeiten – als „Bürger für Bad Bevensen“ (BfB) tritt zur Kommunalwahl in der Kurstadt eine neue Wählergruppe an. „Die BfB bildet ein Gegengewicht zu den lokal etablierten und untereinander vernetzten Konsensparteien und -gruppen“, erklärt Brigitte-Susanne Hendel-Andabaka. Die ehemalige CDU-Stadtratsfrau und später Parteilose hat die Gruppe federführend mit gegründet.

Den Anstoß, so Hendel-Andabaka, hätten die im Stadtrat bereits vertretenen Parteien und Gruppen und deren politische Handlungsweisen gegeben. Die angebliche Alternativlosigkeit kommunaler Entscheidungen – als Beispiele führt sie den geplanten Abriss des Bevenser Kurhauses und die „verheerende Finanzsituation der Stadt“ ins Feld – hätten Bürger bewegt, eine eigene Wählergruppe zu gründen.

Die wichtigsten Punkte der BfB sind die Einführung eines Ideen- und Beschwerdemanagements für Bürger, kein weiterer Ausverkauf von stadteigenen Liegenschaften, eine intensivere Pflege von öffentlichen Grünflächen, kostengünstige Kinderbetreuung oder auch die Wiedereinführung von Dauerkarten fürs Rosenbad. Auch für die Anbindung an den HVV und zusätzliche IC-Halte in Richtung Hannover und Hamburg will sich die BfB stark machen. Darüber hinaus fordert die neue Wählergruppe die Bildung eines öffentlich tagenden Finanz- und Wirtschaftsausschusses.

Die Anbindung der Ortsteile an den Stadtkern durch ein Rufbus-System, die Bildung eines kommunalen Eigenbetriebes zur Energieversorgung oder die Unterschutzstellung von stadtbild- und kurparkprägenden Bäumen im Einvernehmen mit den Eigentümern sind weitere Ideen, die die BfB verfolgt. Ebenso wie die aktive Vermarktung von leer stehenden Gewerbeflächen und -gebäuden in den Kurze Bülten und ein aktives Leerstandsmanagement für die gesamte Stadt.

Nach Auffassung der BfB hat sich die bestehende Bevenser Kommunalpolitik von den Bürgern entfernt, so Brigitte-Susanne Hendel-Andabaka, und setzt daher auf „neue Formen einer intensiven Bürgerbeteiligung“. Hendel-Andabaka wird sich deshalb gemeinsam mit Roland Zander, Claus-Christian Viebrock, Hella Paß und Ehemann Peter Andabaka mit einer eigenen Liste um Sitze im Bad Bevenser Stadtrat bewerben.

Von Ines Bräutigam

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare