CJD übernimmt Jugendzentrum

Das Bad Bodenteicher Jugendzentrum ist nach den Sommerferien in neuer Trägerschaft. Dann wird statt der Samtgemeinde das CJD den Betrieb übernehmen. Foto: Ph. Schulze

Bad Bodenteich. Mit dem Entschluss des Samtgemeindeausschusses Bodenteich am Montag steht fest, dass künftig das Christliche Jugenddorfwerk Deutschlands (CJD) neuer Träger des Jugendzentrums (JUZ) wird. Die Entscheidung fiel einstimmig.

Damit wurde auch das Konzept vom bisherigen JUZ-Leiter Berni Nowak und von Jana Maria Köhler verworfen. Laut diesem Konzept wäre das JUZ in der Trägerschaft der Samtgemeinde geblieben.

„Die personelle Ausstattung ist in diesem Konzept nicht schlüssig und gesichert“, sagt Samtgemeindebürgermeister Rainer Kölling mit Blick auf das Papier. In eben diesem Papier steht, dass neben einer hauptamtlichen Kraft möglichst viele ehrenamtliche Mitarbeiter gewonnen werden sollen und auch Praktikanten herangezogen werden sollen.

Ein weiterer Unsicherheitsfaktor stellt laut Kölling die Finanzierbarkeit dar, gerade unter Berücksichtigung des Einsparpotenzials hinsichtlich der Fusion mit der Samtgemeinde Wrestedt: „Es wäre eine zusätzliche Last für die Samtgemeinde Aue, die wir nicht eingehen können.“ 25 000 Euro jährlich stehen dem neuen Träger seitens der Samtgemeinde bereit. Die Umsetzung eines Mehrgenerationentreffs hält Kölling ebenfalls aus finanzieller Sicht für kaum umsetzbar. Die Seepark-Klinik hatte ihr Konzept am Freitag kurzfristig zurückgezogen. „Ich halte beide Konzepte durchaus für interessant“, sagt Berni Nowak. Er selbst hätte es natürlich gern gesehen, wenn die Trägerschaft bei der Samtgemeinde geblieben wäre. Die Entscheidung des Samtgemeindeausschusses hält er für einen „Sicherheitsgedanken mit Blick auf die Fusion“.

Doch die politischen Denkansätze in der Politik scheinen grundverschieden zu sein. Die CDU will einen langfristigen Vertrag eingehen, die SPD ist eher daran interessiert, zunächst einen kurzfristigen Vertrag abzuschließen, um für die Übergangszeit den Fortbestand des JUZ zu sichern und um dem neuen Samtgemeinderat die weitergehende Planung zu ermöglichen.

„Damit von vornherein kein Missverständnis entsteht, möchte ich klarstellen, dass die SPD für den Erhalt aller drei Jugendzentren in der Samtgemeinde Aue steht. Nur die jeweilige Umsetzung möchten wir offener gestalten“, sagt Wilfried Nickel (SPD). Er hätte sich sehr gut einen Mehrgenerationentreff mitten im Ort vorstellen können. Claus-Dieter Reese (CDU) gab zu bedenken, dass auch die Ganztagsschule Auswirkungen auf das JUZ haben werde.

Von Jörn Nolting

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