Friederike Schröder aus Bad Bevensen spielte als Komparsin bei der Serie „Alarm für Cobra 11“ mit

Auf Tuchfühlung mit Action-Star

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Ein Foto mit dem Serienstar: Bei den Dreharbeiten zur Folge „Goal“ posierte Friederike Schröder in der Drehpause mit dem Schauspieler Erdogan Atalay.

Bad Bevensen. Stolz zückt die 18-jährige Friederike Schröder aus Bad Bevensen ihr Handy, ruft mit flinken Fingern Fotos auf und zeigt sie hoch.

Darauf ist sie strahlend zu sehen und neben ihr Vinzenz Kiefer und Erdogan Atalay, die Hauptdarsteller aus der RTL-Serie „Alarm für Cobra 11 – Die Autobahnpolizei“. „Ich habe da noch die entsprechende Kleidung für die Filmaufnahmen an“, kommentiert sie, „nur die weiße Kappe fehlt. “.

Filmarbeiten? Nun mal der Reihe nach: Friederike, Berufsschülerin in Uelzen, war als Komparsin im Einsatz. „Ich mag die Sendung, die es ja bereits seit 1996 gibt und die in 120 Ländern läuft. Irgendwann stieß ich im Internet auf den „Cobra 11 Fanclub“ und konnte dort im Forum lesen, dass Komparsen gesucht werden. Im letzten Sommer war das.“ Kurzerhand meldete sie sich an und wartete auf Rückmeldung. „Du bist dabei“, hieß es vor wenigen Wochen, samt der Aufforderung wenige Tage später in Euskirchen, nahe Köln, am Stadion zu sein. „Jetzt hatte ich erstmal Probleme. Wie komme ich dahin? Wo übernachte ich und vor allem, wie soll ich das bezahlen?“

Doch es fanden sich Lösungen. Auch schloss sich eine frühere Klassenkameradin, Sarah (16 Jahre) aus Suhlendorf, spontan an. Freitags ging es um 16 Uhr in Uelzen in den Zug und – nach einigen Verspätungen – waren die beiden Mädchen um 1 Uhr nachts da. „Wir hatten ganz schön Herzklopfen und sind nächsten Morgen um 6.15 Uhr aufgestanden, mussten um 7.20 Uhr am Stadion sein, wo wir etwa 70 Leute unterschiedlichen Alters waren. Dann ging es zum Kostümwagen, wo ich eine weiße Kappe und einen blauen Schal bekam, alles andere hatte ich über eine Mail erfahren und von zu Hause dabei. Wir wurden im Stadion verteilt, ich saß in der zweiten Reihe und um 9 Uhr begann der Dreh.“

Ein Fußballspiel. Die Komparsen sollten jubeln, wenn bei ihrer Mannschaft ein Tor fiel. „Ich wusste erstmal gar nicht, was ich machen soll, ich war doch noch nie bei einem Fußballspiel in einem großen Stadion“, bekennt sie freimütig. „Ich habe getan, was die anderen machen, also mit dem Schal geschleudert und gejubelt. Mittags war ich heiser.“

Immer wieder wurde geprobt, stundenlang, bis 16.30 Uhr. Die Komparsen brauchten erstmal ein bisschen Zeit um zu begreifen, dass das Fußballspiel zeitlich „rückwärts“ gedreht wird. Und es gab so viel zu sehen: die Stars, das gesamte technische Equipment im Einsatz, Action. „In dem Film wird eine Leuchtfackel ins Stadion geworfen und die Autobahnpolizisten kommen zum Einsatz – mehr sag‘ ich aber nicht“, so Friederike weiter, die seit ihrem frühen Eintritt in die Schul-Theaterarbeitsgemeinschaft unbedingt Schauspielerin werden möchte. „Ganz klar, dass viele auch geschaut haben, und manches musste bis zu dreimal wiederholt werden, bis es klappte. Es war unglaublich bewegend“, stellt sie fest.

Und es kam auch noch zur direkten Begegnung mit den Stars, es gab Autogramme und ein T-Shirt – und am Donnerstag, 7. Mai, ist Friederike dann ab 20.15 Uhr in der Folge „Goal“ im Abendprogramm von RTL zu sehen.

Von Ute Bautsch-Ludolfs

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