Trend zur Machbarkeit soll Anfang September vorliegen

Geothermie: Erste Ergebnisse sind nah

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Symbolfoto

Bad Bevensen. Die nächste Etappe bei dem Projekt Geothermie in Bad Bevensen ist in greifbarer Nähe: Am 3. September erwartet Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer ein Zwischenergebnis zur Machbarkeitsstudie, die die Stadt in Auftrag gegeben hat.

Im Oktober beziehungsweise November soll dann endgültig feststehen, in welchem Maße die Energiegewinnung aus Erdwärme in der Kurstadt möglich ist.

Rund 200 000 Euro kostet die Untersuchung der seismographischen Daten, die am Ende etwa ein Jahr in Anspruch genommen haben und unter der Leitung von Professor Dr. Dieter Michalzik durchgeführt wird. Der Experte der GeoDienste GmbH in Garbsen hatte die Bad Bevenser bereits im Vorfeld beraten sowie zusammen mit Stadtverwaltung und Wirtschaft das Projekt Geothermie ins Rollen gebracht. Die Kosten für die Machbarkeitsstudie werden zu 90 Prozent vom Land Niedersachsen gestemmt. „Allein die Tatsache, dass das Land in so hohem Maße fördert, bedeutet, dass es Bad Bevensen als Pilotprojekt anerkennt“, sagt Verwaltungschef Kammer. „Wir hoffen, dass wir weitere Unterstützung bekommen. Die Kosten für die Bohrungen liegen in zweistelliger Millionenhöhe. Das kann die Stadt alleine nicht wuppen.“ Rund zehn Millionen Euro waren bisher für die Umsetzung des Gesamtprojektes veranschlagt.

Ziel der Erdwärmenutzung wäre es, auf lange Sicht Energie einzusparen – und das mit einer regenerativen und damit ökologisch verträglichen Energiequelle. Mehrere potenzielle Großabnehmer haben bereits Interesse an der „sauberen Energie“ aus der Erde angemeldet: So wären die Diana-Klinik, das Herz- und Gefäßzentrum und auch die Jod-Sole-Therme mit von der Partie – falls es eben zu der Bohrung kommt. [...]

Von Wiebke Brütt

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