Den Traum mitten im Wald erfüllt

Begrüßten die Besucher: Klinikleiter Dr. Peter Findeisen und Geschäftsführerin Karin Püscher-Findeisen.

Bad Bevensen - Von Ute Bautsch-Ludolfs. „Kontinuität und Wandel“ – unter diesem Leitthema stand jetzt der 50. Geburtstag des Fachkrankenhauses für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie in Bad Bevensen. Dieses Jubiläum wurde nicht nur in Fachvorträgen namhafter Referenten und Kleingruppenarbeit verschieden bearbeitet, sondern auch im Hinblick auf die Entwicklung der Klinik und seiner psychotherapeutischen Behandlungsbreite gesehen.

Dr. Peter Findeisen, Facharzt für Neurologie und Psychiatrie, Facharzt für Psychotherapeutischen Medizin, der seit nunmehr 14 Jahren das inzwischen unter dem Namen Caduceus-Klinik bekannte Fachkrankenhaus zusammen mit seiner Frau Karin Püscher-Findeisen leitet, begrüßte mehr als 150 Kollegen und Freunde aus ganz Deutschland. Schon zu Beginn wurde eine herzliche, familiäre Atmosphäre spürbar. Getagt, gesungen, geredet, gegessen und gefeiert wurde übrigens meist im Caduceus-Zentrum, das am Entstehen ist und wohl noch in diesem Jahr fertig gestellt sein wird.

„Vor 50 Jahren war Bad Bevensen noch im Dornröschenschlaf“, sagte Bürgermeister Bruno Losiak in seinem Grußwort. „Dr. Detlef Richter hatte damals den Mut und die Zuversicht, hier mitten im Wald eine Klinik zu bauen.“ Vor einem halben Jahrhundert war dies die erste Klinik ihrer Art in Deutschland, zehn Jahre später gab es davon bereits 32.

„Mit der Klinik haben wir uns einen Traum erfüllt und sind dankbar, dass er erfüllt ist“, drückte es der Gründer der Psychosomatischen Klinik Bad Bevensen, Dr. Detlef Richter, in einem Schreiben aus. Aus Altersgründen konnten er und seine Ehefrau Anne nicht zum Festakt anlässlich des 50-jährigen Bestehens der Klinik kommen.

In seiner zurückhaltenden Art verriet Findeisen, dass er zunächst eigentlich ein Heilzentrum aufbauen wollte, aus dem jedoch ein Krankenhaus geworden sei. Der Caduceus-Verein ist auch durch besondere Veranstaltungen bekannt und durch das angrenzende Retreat-Zentrum für Rückzugstage. „Die Orientierung auf den Einzel-nen, mit Herzensqualität“ sei wichtig, sagte Findeisen, was von seiner Ehefrau nickend bekräftigt wurde.

Nach einem kleinen Ritual mit Therapeutin Bea Fröhlich zur Musik des Jazzgitarristen und Komponisten Mehmet Erging begann der erste Vortrag von Professor Ole Martin Hoystadt über die unterschiedlich entwickelte Herzenssprache in verschiedenen Kulturen. „Als Symbol ist das Herz zu allen Zeiten und an allen Orten im Stande, alles in sich aufzunehmen, was den Menschen zum Menschen macht“, erklärte Hoystadt.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare