1200 Besucher schauen den Wettbewerbern zu

Traktor Pulling in Groß Thondorf: Wer hat den stärksten Schlepper?

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Auf dem besten Weg: Ein schwerer Bremswagen musste schnellstmöglich über die 80 Meter lange Bahn ins Ziel gezogen werden.

Groß Thondorf –  Es kracht, röhrt und ballert ganz schön. Dieselgeruch liegt in der Luft, auch dunkle Rauchfahnen sind zu sehen. Der kleine Ort Groß Thondorf wurde jetzt zum besonderen Anziehungspunkt. Rund 1200 Besucher kamen, um beim Traktor Pulling zuzuschauen.

Zum elften Mal wurde dieses Spektakel von der Dorfgemeinschaft und Freunden veranstaltet.

Ziel ist es, einen schweren Bremswagen möglichst weit und schnell über eine 80 Meter lange und etwa zwölf Meter breite Bahn zu ziehen. Wer das schafft, hat einen „Full Pull“. 30 Treckerfans waren mit ihren „Ackergäulen“ dabei, die ihre Muskeln spielen ließen. Einer der Fahrer kam sogar aus Berlin. Es gab Action pur, bis hin zum Ächzen, wenn die PS nicht mehr reichen und Stopp ist, womöglich die Vorderreifen der Trecker hochschnellen. Bei einem Tandempaar riss sogar das Zugmaul.

Die kleinen Besucher baggerten im Sand.

Das Traktor Pulling entstand in den 1940er Jahren in den USA aus dem noch betriebenen Horse-Pulling, das seine Wurzeln im 19. Jahrhundert hat. Nach PS-Leistung wird in sechs Klassen gefahren und zur siebten Klasse kommen vier Tandemgruppen dazu. Wie das alles zusammenhängt und was knifflig ist, erklärte wortgewaltig Moderator Ralf Scharf.

Für Essen und Trinken war bestens gesorgt. Es gab viele leuchtende Augen angesichts der Massen an Trecker, die entsprechend gerüstet waren. Die Kinder hatten ihren Riesenspaß auf dem großen Sandberg.

Bei der Siegerehrung kamen wieder besondere Pokale zur Geltung. Allesamt Unikate, kreativ geschweißt von Bastian Mennerich aus Strothe. Echte Hingucker.

VON UTE BAUTSCH-LUDOLFS

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