Rekordjahr erwartet / Bad Bevensen begrüßte 2012 sechs Prozent mehr Gäste

Touristiker in Feierlaune

Gemütliche Stunden bei einem Urlaub in der Heideregion: Der Touristiker freuen sich über weitere Zuwächse bei den Gästen und den Übernachtungen in 2012. Foto: Archiv

Bad Bevensen/Landkreis. Die Touristiker der Lüneburger Heide haben allen Grund zum Anstoßen.

Noch sind die Übernachtungszahlen für das letzte Quartal 2012 für die Region nicht vom Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie (LSKN) veröffentlicht worden, doch es zeichnet sich schon jetzt ein neues Rekordjahr ab, wie der Geschäftsführer der Lüneburger Heide GmbH, Ulrich von dem Bruch, auf AZ-Nachfrage mitteilt. „Momentan liegen wir bei einem Plus von 1,1 Prozent bei den Übernachtungen. Das heißt, dass wir das Top-Ergebnis (aus 2011, d. Redaktion) um weitere 50 000 Übernachtungen steigern konnten“. Entsprechend sei die Lüneburger Heide GmbH sehr zufrieden mit dem Verlauf des Jahres 2012, denn bei einem hohen Niveau von etwa fünf Millionen Übernachtungen seien Zuwächse umso schwerer zu realisieren.

Feierlaune stellt sich unterdessen auch in Bad Bevensen ein. Der Kurgesellschaft wie auch der Bad Bevensen Marketing GmbH liegen für die Kurstadt bereits die Zahlen für das komplette Jahr vor und diese sprechen für sich. 56 970 Gäste konnten in Bad Bevensen begrüßt werden. Im Vergleich zum Vorjahr ist das ein Zuwachs von sechs Prozent. Uwe Winter, Geschäftsführer beider Gesellschaften, erklärt, dass damit rund 10 000 Besucher mehr als noch vor drei Jahren gewonnen werden konnten. Noch deutlicher falle die Entwicklung bei den Übernachtungen aus. Während man 2009 „nur“ 79 000 Übernachtungen verbuchen konnte, so habe die Zahl im vergangenen Jahr bei rund 112 000 gelegen. „Erfreulich ist auch, dass sich der Trend zu einem kürzeren Urlaub erstmals etwas abgeschwächt hat“, so Uwe Winter. Sorge bereite der Kurgesellschaft und der BBM jedoch die Bettenstatistik. In den vergangenen drei Jahren habe die Kurstadt über 350 Betten verloren.

Was die Aussichten für 2013 betrifft, so scheint sich das Sprichwort zu bewahrheiten: Wo Licht ist, ist auch Schatten. Für die Heideregion werde es schwierig, das Niveau zu halten, sagt Ulrich von dem Bruch. „Das Jahr wird eine große Herausforderung. Wir kämpfen aktuell mit hohen Benzinpreisen, was für eine Auto-Destination schädlich ist. Des Weiteren ist noch nicht zu erkennen, ob sich die Strompreiserhöhung negativ auf die Urlaubsbuchungen einer Zweit- und Drittreise auswirkt“, so der Geschäftsführer. Eine Einschätzung dazu würde die Lüneburger Heide GmbH im März erhalten. „In jedem Fall werden wir hart kämpfen müssen, um das Ergebnis von 2012 zu halten“, sagt von dem Bruch.

Von Norman Reuter

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