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Touristenzahl normalisiert sich – BBM-Geschäftsführer präsentiert Bevenser Übernachtungsstatistik

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BBM-Geschäftsführer Gerhard Kreutz und Mitarbeiterin Nicole Schönke in der Touristinfo im Bevenser Kurhaus.
Bevensen-Maskottchen Hans-Hermann ist im Aufwind. Die Übernachtungszahlen der Kurstadt normalisieren sich, wie BBM-Geschäftsführer Gerhard Kreutz berichtet. Begehrt in der Touristinfo: das Eichhörnchen in Plüsch und die Radtourenbroschüre, die Mitarbeiterin Nicole Schönke zeigt. © Sternitzke, Gerhard

Der Tourismussektor in Bad Bevensen erholt sich nach den beiden Corona-Jahren 2020 und 2021. Im ersten Halbjahr zählte die Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) bereits über 77.000 Übernachtungen. Das sind satte 268 Prozent mehr als im gleichen Zeitraum des Vorjahrs, aber noch rund 22 000 Übernachtungen (22 Prozent) weniger als im Vor-Corona-Jahr 2019.

Bad Bevensen – „Wir hatten dieses Jahr noch ganz viele Einschränkungen. Das war zu spüren“, erklärt BBM-Geschäftsführer Gerhard Kreutz. Testpflichten und die Sorge vor einer Ansteckung mit dem Virus bei älteren Besuchern dürften sich ausgewirkt haben. Jetzt im Sommer nähern sich die Zahlen der Vor-Corona-Zeit an. Allein im Juni verbrachten Besucher 20 000 Nächte in der Kurstadt, nur noch sieben Prozent weniger als 2019. „Die Hochsaison kommt noch. Die Differenz wird noch schrumpfen“, meint der Tourismus-Chef deshalb zuversichtlich. „Was zeigt, wir sind auf dem richtigen Weg.“ Bislang sparten die Bevensen-Besucher kaum am Urlaub.

Trend zum Kurzurlaub

Der Trend zum Kurzurlaub ist auch in Bad Bevensen ungebrochen. Die Besucher buchen im Durchschnitt dreieinhalb Übernachtungen. Die Bettenauslastung beträgt fast 42 Prozent, geringfügig mehr als 2019. Einzelne Vermieter sind vom Markt gegangen, Übernachtungsmöglichkeiten wurden in Wohnraum umgewandelt.

Dagegen fehlen Übernachtungsmöglichkeiten im höherwertigen Bereich, macht Kreutz deutlich: „Ganz offensichtlich ist es die Vier-Sterne-Qualität, die gewünscht wird.“ In diesem Bereich seien Investitionen notwendig. Das geplante Hotel mit Ferienhäusern auf dem Gelände des ehemaligen Hamburger Feriendorfs sei deshalb ganz wichtig für den Tourismus.

90 Prozent mehr Wohnmobile

Der Trend zum Wohnmobil-Urlaub zeichnet sich auch in Bad Bevensen ab. Der Bau des zweiten Stellplatzes in Kurhausnähe vor einem Jahr zahlt sich bereits aus. Über 2200 Übernachtungen wurden im ersten Halbjahr registriert, eine Steigerung von fast 90 Prozent. „Beide Plätze haben ihre Berechtigung“, betont Kreutz. Die einen schätzen den innenstadtnahen Standplatz mit Badelatschennähe zur Therme, die anderen die ruhige Lage am Elbe-Seitenkanal.

Auch in vielen anderen Bereichen sieht Kreutz positive Signale. So erreichen die Mieteinnahmen für Tagungen und andere Veranstaltungen im Kurhaus in diesem Jahr schon 63 000 Euro, im ganzen Jahr 2019 waren es knapp 67 000 Euro. Bei den Gesundheitsangeboten erreicht die BBM mit 585 Teilnehmern bis Juni fast den Stand des Vor-Corona-Jahrs 2019. Gefragt sind Trendsportarten wie etwa Stand-up-Paddling auf der Ilmenau.

Derzeit lässt die BBM die ehemalige Salzgrotte im Wandelgang umbauen. Dort entsteht bis Frühjahr nächsten Jahres ein Bewegungsraum für Gesundheitskurse, die bislang ausfallen, wenn Räume durch Tagungen belegt sind. Umgesetzt werden soll auch das Projekt digitaler Kurpark, das den Besuchern Informationen auf dem Smartphone vermitteln soll.

Mit Interesse verfolgt der Geschäftsführer den Souvenirverkauf in der Touristinfo. Neben dem Dauerbrenner, Maskottchen Hans-Hermann, ist alles gefragt, was auf Radtouren nützt, von Ausflugskarten bis zu Sattelschützern. Die reizvolle Umgebung der Kurstadt wird zunehmend zum Argument für einen Urlaub in Bad Bevensen.

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