Wanderwart beklagt Zustand der Besinnungsrouten drei Monate vor dem Landeswandertag

Ebstorf: Tiefe Furchen im Schöpfungsweg

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Äste liegen kreuz und quer, die Wege auf dem Schöpfungsweg in der Tannenworth sind zerfahren und zerfurcht – bis zum Landeswandertag im Mai müssen die Ebstorfer ihre Besinnungswege noch auf Vordermann bringen.

Ebstorf. Zurzeit sind sie noch begehbar, die Besinnungswege in und um Ebstorf. „Aber auch nur, weil sie derzeit gefroren sind“, schränkt Christoph Erdt ein. „Denn mit Beginn des Tauwetters werden die Wege nicht mehr nutzbar sein“, prophezeit der Wanderwart des TuS Ebstorf.

In der Sitzung des Ausschusses für Tourismus und Wirtschaft des Fleckens Ebstorf schlug Erdt nun Alarm. Denn der TuS richtet am 7. Mai den Landeswandertag im Klosterflecken aus. Und ein Großteil der Wanderstrecken führt über die Besinnungswege.

Schöpfungsweg, Auferstehungsweg und Inspirationsweg – diese drei Routen wurden in der Tradition von Pilger- und Kreuzwegen angelegt und bieten zahlreiche Stationen zur Besinnung an. Allerdings werden die Wege nicht nur zum Zwecke der inneren Einkehr genutzt. „Die Wege sind durch Reiter und Kutschen geschunden“, stellte Erdt in der Ausschusssitzung fest. Und man solle alsbald Kontakt mit der Revierförsterei aufnehmen – denn die Wege befinden sich im Besitz der Forst – um den Zustand rechtzeitig zum Landeswandertag wieder in Ordnung zu bringen. „Das wirft sonst kein gutes Bild auf Ebstorf“, befürchtet der TuS-Wanderwart.

Angela Geschonke, Leiterin der Ebstorfer Tourist-Info, stimmte Erdt zu. Vor allem im Bereich der Tannenworth, sagte sie, bestehe Handlungsbedarf, sobald der Frost vorbei sei. „Bislang“, so Geschonke, „hat die Forst im Spätfrühjahr die Wege meistens wieder in Ordnung gebracht.“ Um aber auf Nummer sicher zu gehen, und darin stimmte Gemeindedirektor Wilhelm Oelstorf zu, solle sich im März eine Runde mit allen Verantwortlichen zusammenfinden, um die Instandsetzung der Wege zu besprechen.

Aus Sicht des TuS-Wanderwarts ist das Problem aber auch ein grundsätzliches. „Was gar nicht geht“, meint er, „ist Kutschbetrieb im Wald.“ Angela Geschonke wies allerdings darauf hin, dass es entsprechende Absprachen gebe, wonach Kutschfahrten ein Bestandteil von Führungen über die Besinnungswege seien.

Übrigens: Der nunmehr 27. Landeswandertag des Niedersächsischen Turnerbundes wird im Rahmen der Feierlichkeiten zum 1200-jährigen Bestehen des Klosterfleckens Ebstorf ausgerichtet. Es wird vier unterschiedliche Strecken geben – eine davon unter dem Motto „3000 Schritte gegen Demenz“. Die Strecken sind zwischen drei und 15 Kilometern lang, beginnen nach einer Begrüßung und Andacht (10.30 Uhr) um 11.15 Uhr auf dem Schützenplatz und enden auch dort. Wer mitwandern möchte: Anmeldeschluss ist der 22. April. Infos gibt es unter www.tus-ebstorf.de/wandern/ im Internet.

Von Ines Bräutigam

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