Paukenschlag: Stadtpolitik erteilt Investoren-Plänen Absage

Aus für das Thermenhotel in Bad Bevensen

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Ob und wann auf der Fläche zwischen dem Kurhaus und der Jod-Sole-Therme in Bad Bevensen ein Hotel entstehen wird, ist aktuell völlig unklar.

Bad Bevensen. Ein Jahr lang hatte die Investorengruppe um den Uelzener Alexander Thieme an dem Neubau eines Thermenhotels gefeilt, das zwischen dem neuen Kurhaus und der Jod-Sole-Therme in Bad Bevensen entstehen sollte.

Die dortige Stadtpolitik hat jetzt entschieden, dass dieses Projekt nicht realisiert werden soll.

Hans-Jürgen Kammer.

Ein sogenannter Anhandgabevertrag hatte den potenziellen Investoren ein exklusives Planungsrecht für das Vorhaben eingeräumt. Diesen Anhandgabevertrag jedoch sehe man nicht als erfüllt an, berichtet Bad Bevensens Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer das Ergebnis aus dem grundsätzlich nichtöffentlich tagenden Verwaltungsausschuss. Die Politik habe dahingehend „deutlich entschieden“. Details will der Stadtdirektor keine nennen.

Alexander Thieme.

Alexander Thieme indes findet gestern auf AZ-Anfrage deutliche Worte: „Dass wir nun von den Medien und nicht einmal persönlich von der Verwaltung über die abschließende Bewertung im Verwaltungsausschuss informiert werden, enttäuscht uns sehr“, teilt er schriftlich mit. Zumal man mehrfach das Gespräch angeboten habe. Die Projektgruppe sei „sehr verwundert darüber, dass die von uns fristgerecht eingereichten Unterlagen zum Anhandgabevertrag nicht ausreichen sollen“, so Thieme. Er schreibt von Missverständnissen: Offenbar würden Passagen des Vertrags von der jeweiligen Partei unterschiedlich ausgelegt. Anders, so Thieme, könne man sich die Ablehnung nicht erklären.

Aus Sicht der Projektgruppe wurde „ein Projekt, an dem wir über ein Jahr gemeinsam gearbeitet haben und das für Bad Bevensen zukunftsweisenden Charakter hat, einfach abgeschmettert“, heißt es in der Pressemitteilung. Gesprächsangebote seitens der Investorengruppe seien unbeantwortet geblieben. „Dies widerspricht ganz offen dem guten Geist unseres Vertrags“, bedauert Alexander Thieme. „Demnach ist es unser gemeinsames erklärtes Ziel, die Umsetzbarkeit unseres Projektvorschlags wohlwollend herbeizuführen. Den Willen hierzu können wir seitens der Verwaltung nicht erkennen.“

Man sei, so Thieme, noch immer gesprächsbereit. Allerdings behalte man sich vor, Schadenersatzansprüche aus dem Anhandgabevertrag geltend zu machen.

Von Ines Bräutigam

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