Verkehrssituation an Klein Bünstorfer Straße: WBB beantragt Teilnahme an Landesprojekt

Tempo 30 als Modellversuch?

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Die Situation an der Klein Bünstorfer Straße im Bereich der Schule und des DRK-Hauses ist vor allem morgens und mittags unübersichtlich. Die WBB will, dass sich die Stadt hier um einen Tempo-30-Modellversuch des Landes bemüht.

Bad Bevensen. Die Verkehrs- und Parksituation an der Klein Bünstorfer Straße im Bereich der KGS und des DRK-Hauses sorgt, wie berichtet, für Diskussionen.

Die Wählergemeinschaft Bad Bevensen (WBB) nimmt dies zum Anlass, abermals die Einführung von Tempo 30 in sensiblen Verkehrsbereichen an Hauptverkehrsstraßen ins Spiel zu bringen. Ein entsprechender Gesetzesentwurf ist nämlich bereits auf den Weg gebracht, damit Kommunen nach eigenem Ermessen und ohne viel Bürokratie an neuralgischen Punkten wie Schulen, Kindergärten oder Altenheimen Geschwindigkeitsbeschränkungen ausweisen können.

Nachdem die Grünen/WBB-Gruppe im Stadtrat bereits im Februar beantragt hatte, die Stadt möge diese Möglichkeit nutzen, war auch seitens der Stadt, wie berichtet, diese Lösung für die Klein Bünstorfer Straße in Erwägung gezogen worden. Doch die WBB geht noch einen Schritt weiter: „Die Landesregierung ist jetzt dabei, das Konzept für einen entsprechenden Modellversuch zu entwickeln“, weiß WBB-Vorsitzende Gabriele Meyer. „Die Verwaltung möge sich deshalb entsprechend informieren, um für Bad Bevensen die Teilnahme an diesem Versuch in 2017 zu erwirken“, schreibt sie in einer Ergänzung zu ihrem Antrag vom Februar.

„Das Gesetz schafft den Rechtsrahmen, ohne bürokratische Hürden, wie Unfallschwerpunktnachweise, Tempo 30 auch an Hauptverkehrsstraßen in sensiblen Bereichen mit besonders schützenswerten Verkehrsteilnehmern einrichten zu können“, so Meyer. „Bad Bevensen als Kurort und entwicklungsfähiger Gesundheitsstandort sollte ein gesteigertes Interesse an entsprechenden entschleunigenden Vorkehrungen haben; unter anderem weil damit auch eine Reduzierung von Lärm und Abgasen verbunden sein kann, im Sinne der gesteigerten Lebensqualität aller.“ Und besagter Modellversuch stelle „eine gute Lösung zur Überprüfung der beabsichtigten Maßnahmen“ dar.

Wie berichtet, hatte vor wenigen Tagen ein an der Klein Bünstorfer Straße geparktes Auto für eine öffentliche Diskussion gesorgt. Zwar gibt es dort kein Parkverbot, doch der Wagen behinderte vor allem zu Kernzeiten der Schule den Verkehrsfluss deutlich.

Von Ines Bräutigam

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