Urteil gegen Kopf einer Automatenknacker-Bande

Lüneburg: Täter muss in Entziehung

Das Tatfahrzeug der nächtlichen Amokfahrt durch einen Baumarkt wurde später gefunden.
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Das Tatfahrzeug der nächtlichen Amokfahrt durch einen Baumarkt wurde später gefunden.
  • Gerhard Sternitzke
    vonGerhard Sternitzke
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Im Prozess gegen eine Bande von Automatenknackern hat das Landgericht Lüneburg jetzt ein weiteres Urteil gesprochen. Der Hauptangeklagte wurde zu einer Haftstrafe von fünf Jahren und drei Monaten sowie Unterbringung in einer geschlossenen Entziehungsanstalt für Drogen und Alkohol verurteilt.

Lüneburg/Bad Bevensen – Zudem werden 11 800 Euro eingezogen. Das teilt Gerichtssprecher Christoph Luedtke auf AZ-Nachfrage mit. Der Staatsanwalt hatte in seinem Plädoyer sogar ein Strafmaß von sechs Jahren und drei Monaten gefordert.

Die Bande, als deren Kopf der 29-jährige Bevenser gilt, soll Parkautomaten aufgebrochen, einen Zigarettenautomaten abgeflext und zweimal den Fahrkartenautomaten auf dem Bevenser Bahnhof gesprengt haben. In das Urteil flossen 14 Taten ein, darunter die spektakuläre nächtliche Amokfahrt durch einen Lüneburger Baumarkt. Drei angeklagte Taten wurden indes fallengelassen.

Der 29-Jährige hatte vor Gericht ein Geständnis abgelegt (AZ berichtete). Dabei hatte er seine Alkohol- und Drogensucht für seine kriminelle Karriere verantwortlich gemacht. Seit Mai sitzt er bereits in Untersuchungshaft. Wenn er die Entziehungskur erfolgreich absolviert, ist nach zwei Dritteln der Haftzeit eine Entlassung auf Bewährung möglich, erklärt Gerichtssprecher Luedtke.

Gegen drei andere Angeklagte waren bereits Urteile verhängt worden. Einer von ihnen kam mit einer Verwarnung davon. Zwei mutmaßliche Mittäter im Alter von 33 und 42 Jahren müsssen sich weiter vor Gericht verantworten. Termine sind am 11., 17. und 25. Februar angesetzt.

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