Nomvuyo Hlongwane kehrt in ihre Heimat zurück

Südafrikanerin nach einem Jahr im Raum Bevensen: „Ich war so willkommen“

Nomvuyo Hlongwane kehrt nach einem Jahr in Deutschland nach Ondini zurück. In Bienenbüttel arbeitete sie im evangelischen Kindergarten.
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Nomvuyo Hlongwane kehrt nach einem Jahr in Deutschland nach Ondini zurück. In Bienenbüttel arbeitete sie im evangelischen Kindergarten.

Bad Bevensen/Bienenbüttel – „Hamba kahle“, Zulu für „Auf Wiedersehen“, heißt es jetzt für Nomvuyo Hlongwane. Sie kommt aus dem Partnerkirchenkreis Ondini in Südafrika und war für ein Jahr in der Region.

In einem emotionsreichen Partnerschaftsgottesdienst in der Dreikönigskirche Bevensen wurde sie jetzt verabschiedet.

Ihr Abschiedsgeschenk war eine Leinwand mit Flaggen – links von Ondini, rechts die deutsche. Am Seitenrand prangt ihr Handabdruck. Es ist noch viel Platz, „für hoffentlich viele andere junge Menschen, die hier auch ein solches Jahr verbringen können“, sagte Nomvuyo Hlongwane.

Möglich machte die Begegnung das Evangelisch-lutherische Missionswerk Niedersachsen in Hermannsburg. Es arbeitet für ein starkes, weltweites Miteinander in einem Netzwerk aus evangelischen Kirchen in 19 Ländern auf vier Kontinenten.

Christiane Weichsel vom Ondini-Kreisvorstand nahm die Gelegenheit für Dankesworte wahr, „denn hier gab es etwas herausfordernd Neues“. Ihr großer Dank ging an Sigrid Grote aus Bienenbüttel, die die 27-jährige Nomvuyo Hlongwane in ihre Familie aufnahm.

„Ich habe hier so viel Unterstützung erfahren“, schwärmt schließlich die Südafrikanerin, die während ihres Aufenthaltes im evangelischen Kindergarten Bienenbüttel arbeitete und viele Gemeinden in der Region kennenlernte. „Es war so warmherzig. Ich war so willkommen. Ich könnte euch umarmen“, sagte Nomvuyo Hlongwane gerührt.

Sie machte auch Reisen und besuchte zum Beispiel ihre beiden Freundinnen Theresa Distler und Kathrein Dunker in Vechta und Osnabrück, die sie in Südafrika kennengelernt hatte. Dort waren sie im Diakonischen Zentrum als „The Cindy Family“ bekannt.

Gab es nicht etwas, was sie vermisst hat? Kurzes Überlegen der selbstbewussten, temperamentvollen, herzlichen jungen Frau. „Ach doch“, bekennt sie. „Die Wärme hat mir gefehlt. Auch manches Essen. Und, dass ich hier nicht predigen konnte.“ Sie habe sehr viel erfahren durch den Aufenthalt – auch über sich selbst. „Vieles konnte ich neu entdecken.“

Pastor Hermann-Georg Meyer überreichte Nomvuyo Hlongwane zum Abschied einen Koffer, zumal das Gepäck jetzt doch umfangreicher ist. Insbesondere durch viele neue schicke Schuhe, die mit auf die Reise nach Südafrika gehen.

VON UTE BAUTSCH-LUDOLFS

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