Wirtschaftsplan 2015: Marketing GmbH kalkuliert ohne die Großveranstaltung

Stirbt Bevensens Stadtfest?

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Volle Straßen in der Innenstadt: Das Stadtfest zieht jedes Jahr tausende Besucher nach Bad Bevensen.

Bad Bevensen. Im Juli feierten Tausende bei schönstem Sommerwetter in den Straßen Bad Bevensens – vielleicht das letzte Mal. Denn die Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) wird nächstes Jahr kein Stadtfest ausrichten; zumindest nach derzeitigen Planungen nicht.

Im Wirtschaftsplan 2015 der BBM, deren Gesellschafter die Stadt Bad Bevensen und der Bevenser Verein „Wirtschaft und Tourismus“ sind, hat Interims-Geschäftsführer Wolfhardt Bless keine Gelder für die Umsetzung der Großveranstaltung vorgesehen.

34 000 Euro hatte die BBM laut Wirtschaftsplan dieses Jahr für das dreitägige Fest kalkuliert. Dem gegenüber standen Einnahmen von 32 000 Euro. 2013 standen 33 771 Euro Ausgaben 28 070 Euro Einnahmen gegenüber.

Erst in diesem Sommer hatte BBM-Veranstaltungsleiter Gerhard Kreutz das Programm des Stadtfestes erweitert: In Kooperation mit der Interessengemeinschaft Lüneburger Straße hatte die BBM an dem Ende, an dem die Lüneburger Straße auf die Medinger Straße trifft, eine dritte Livemusik-Bühne aufgebaut. Vor allem unbekanntere Bands aus der Region erhielten dort eine Plattform. Am Nachmittag hieß es Bühne frei für Vereine und Verbände der Kurstadt und des Landkreises.

Kommenden Mittwoch, 10. Dezember, wird die Kalkulation der BBM im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss der Stadt diskutiert. Einen Tag später wird der Rat über den Haushalt 2015 der Kurstadt beraten – für den die Planung der BBM ebenfalls Folgen hätte: Mit rund 1,3 Millionen Euro soll die Stadt die BBM 2015 bezuschussen, so steht es in der Haushaltsfortschreibung, die bereits im Internet einzusehen ist. „Wir haben im Team der BBM intensiv geplant und im Ergebnis einige Positionen budgettechnisch optimiert und zusätzlich erweiterte Aktivitäten geplant“, kommentiert Bless die Zahlen auf AZ-Anfrage. Zu den konkreten Gründen für die Veränderungen im Etat wollten weder er noch BBM-Aufsichtsratsvorsitzender und Stadtdirektor Hans-Jürgen Kammer gestern Stellung nehmen – mit Verweis darauf, dass erst die Politik informiert werden solle, bevor Details veröffentlicht werden.

Von Wiebke Brütt

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