„Stehen ja nicht unter Zeitdruck“

Auch das NDR-Fernsehen ist nach der AZ-Berichterstattung auf das ungewisse Schicksal des Himberger Jugendtreffs aufmerksam geworden – wie lange hier noch gekickert werden kann, steht in den Sternen.

Himbergen - Von Ines Bräutigam. Die Jugendlichen in Himbergen blicken in eine ungewisse Zukunft: Wie berichtet, hängt der noch für dieses Jahr geplante Abriss der alten Schule in Himbergen wie ein Damoklesschwert über ihrem Jugendtreff. Denn der Treffpunkt ist in diesem Gebäude untergebracht. Wird es dem Erdboden gleich gemacht, haben die Jugendlichen kein Domizil mehr. Himbergens Bürgermeister Günter Täck meint jedoch, dass das letzte Wort über einen Abriss der alten Schule noch nicht gesprochen wurde.

„Ich mache mir Hoffnung“, sagt er, dass das Gebäude doch noch an einen Interessenten verkauft werden kann. Der prüfe zurzeit noch Finanzierungsmöglichkeiten, und diese Zeit müsse man ihm auch zugestehen, sagt Täck. Schließlich handelt es sich bei der alten Schule um ein altes Gebäude, das für eine neue Nutzung von Grund auf saniert werden müsste. Ohne verraten zu wollen, um wen es sich bei dem Interessenten handelt, sagt Himbergens Bürgermeister: „Bei den Plänen geht es um eine gewerbliche Nutzung. Das wird zurzeit alles noch ausgelotet, und wir stehen ja auch nicht unter Zeitdruck.“

Sollte in den kommenden Monaten jedoch kein Vertrag für den Verkauf der alten Himberger Schule zustande kommen, ist bereits alles für deren Abriss vorbereitet. Wie berichtet, hat der Schulausschuss der Samtgemeinde Bevensen der Freigabe von rund 1,2 Millionen Euro für umfangreiche Brandschutzmaßnahmen in der benachbarten Himberger Grundschule zugestimmt. Und darin enthalten sind auch die Abrisskosten für das alte Schulgebäude. „Es wäre zweckmäßig, das miteinander zu verbinden“, erklärt Bevensens Bauamtsleiter Roland Klewwe auf AZ-Nachfrage, „denn der Abriss hätte auch Auswirkungen auf einige Brandschutzabschnitte.“

Ein Verkauf des Gebäudes hätte Vorrang vor einem Abriss, betont Roland Klewwe. Seiner Kenntnis nach habe sich das Vorhaben des genannten Interessenten vor etwa zwei Wochen aber „offensichtlich zerschlagen“. Die Option, einen verbindlichen Kaufvertrag zu unterschreiben, bestehe aber immer noch bis zur Ausschreibung der Abrissarbeiten, sagt der Bauamtsleiter. Und die Brandschutzarbeiten sollen voraussichtlich zum Herbst dieses Jahres beginnen. „Dann“, so Klewwe, „wird der Abriss aber auch eine der ersten Maßnahmen sein, schon allein deswegen, weil man Platz braucht.“

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