Torsten Krier seit gut 100 Tagen Geschäftsführer der Jod-Sole-Therme / Parken ab Herbst kostenfrei

„Stehe nicht für den großen Knall“

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Die Sauna der Bad Bevenser Jod-Sole-Therme soll modernisiert werden – das hat sich der neue Geschäftsführer der Kurgesellschaft Bevensen unter anderem auf die Fahnen geschrieben.

Bad Bevensen. Hier ein Oleanderbäumchen, dort ein Zitronenstämmchen – Torsten Krier hat erste Duftmarken gesetzt in der Bad Bevenser Jod-Sole-Therme.

Doch freilich ist das attraktive Gestalten seines neuen Wirkungsraums nicht das alles Entscheidende für den Geschäftsführer der Kurgesellschaft Bevensen.

Im April hat der 47-Jährige seinen Posten in der Kurstadt angetreten, ist nunmehr gut 100 Tage dabei – und nach dieser Zeit hat er neben Oleander und Zitronen auch eine echte gute Nachricht für die Bevenser und ihre Gäste parat: „Das Parken auf dem Parkplatz an der Therme wird ab Herbst für die Thermenbesucher wieder kostenlos sein. “.

Aus Kriers Sicht ist dieser Schritt ein besonders wichtiger, um Thermengäste zu halten und zu gewinnen. Abgesprochen sei das Vorhaben bereits mit der Stadt, sobald deren Haushalt genehmigt sei, könne es losgehen, freut sich der Chef der Kur GmbH.

Torsten Krier

Er habe sich längst gut eingelebt in Bad Bevensen, sagt Krier und fügt dankend hinzu: „Alle haben es mir auch sehr leicht gemacht.“ Die Stadt sei „in vielen Bereichen außergewöhnlich“, sagt er, und biete alles, was man brauche. Und: „Der Kurpark ist der Knaller!“ schwärmt Krier, der zuvor die Geschicke des Badelands in Wolfsburg geleitet hat.

Er sei erstaunt gewesen, woher die Bad Bevensen-Gäste herkämen, verrät er im AZ-Gespräch. Und noch etwas habe ihn überrascht: dass vor allem die Auswärtigen die Therme zu schätzen wüssten, die Einheimischen weniger. Fragen wie „Kann man da auch ohne Rezept rein?“, haben Krier in diesem Zusammenhang in Staunen versetzt.

All seine bisherigen Erfahrungen will Krier künftig in die Marketingaktivitäten einfließen lassen. Und dabei ganz eng mit der Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) und dessen Chef Gerhard Kreutz zusammenarbeiten. „Da gibt es exzellente Ressourcen“, betont er, „und die sind drei Türen weiter.“ Da liege es schlichtweg auf der Hand, dass Kurgesellschaft und BBM kooperieren.

Die Herausforderung für die Zukunft werde laut Krier der Spagat sein, „die lieben Stammgäste“ der Therme zu halten und gleichzeitig dafür zu sorgen, dass sich auch neues Publikum dort wohlfühlt. Die anstehende Umgestaltung des Thermen-Foyers ist dabei ebenso ein Baustein wie eine Modernisierung des Saunabereichs. Wie genau letztere aussehen könnte, will Krier nicht verraten. „Aber da fehlt noch etwas“, sagt er im AZ-Gespräch, „man soll sehen, dass wir in Bad Bevensen sind...“

Auch für das in der Vergangenheit viel kritisierte Thermenbistro werde es eine Lösung geben, kündigt der Geschäftsführer der Kur GmbH an. Wie genau die aussehen werde, auch das lässt er erst einmal offen. Nur so viel: „Es wird hier immer eine Gastronomie geben.“ Außerdem will Krier künftig auch mit den Hotels im Ort mehr zusammenarbeiten. „Denn dort fängt der Thermenbesuch an.“

Jede gute Nachricht hat oft aber auch eine vermeintlich schlechtere im Gepäck. Und so erteilt Torsten Krier Hoffnungsvollen, die günstigere Eintrittspreise für die Therme erwarten, eine Absage. „Die werden nicht gesenkt“, sagt der Geschäftsführer und verweist auf den enormen Aufwand, mit dem der Betrieb der Jod-Sole-Therme aufrecht erhalten wird. „Wir können da keine Geschenke machen. Und ich stehe auch nicht für den großen Knall. Es sind die vielen kleinen Dinge im Innenverhältnis, die den Stillstand beseitigen.“

Von Ines Bräutigam

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