1. az-online.de
  2. Uelzen
  3. Bad Bevensen

Statt Turnhalle: Aus „Pension Sabine“ in Bad Bevensen wird eine Notunterkunft

Erstellt:

Kommentare

Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt (sitzend von links), die Samtgemeindebürgermeister Michael Widdecke, Martin Feller, Wolf-Dietrich Marwede, sowie Michael Müller unterzeichnen die Verträge. Medikom-Geschäftsführer Benjamin Gießel (hinten links) und Gebäudeeigentümer Juri Schweizer stehen im Hintergrund.
Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt (sitzend von links), die Samtgemeindebürgermeister Michael Widdecke, Martin Feller, Wolf-Dietrich Marwede, sowie Michael Müller unterzeichnen die Verträge. Medikom-Geschäftsführer Benjamin Gießel (hinten links) und Gebäudeeigentümer Juri Schweizer stehen im Hintergrund. © Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf

Nur ein großer Container vor der „Pension Sabine“ in Bad Bevensen deutet darauf hin, was in den letzten Tagen innerhalb des Gebäudes passiert ist. Ab Donnerstag, 1. September, wird das Haus als neue Notunterkunft für die Geflüchteten aus der Ukraine genutzt.

(pm) Bad Bevensen - „Wir sind dabei, die letzten Arbeiten abzuschließen“, schildert die Medikom-Geschäftsführerin Birgit Borkowski am Montag. Gerade wird das WLAN-Netz installiert, ansonsten sind die Medikom-Beschäftigten im Großen und Ganzen auf die ukrainischen Gäste gut vorbereitet.

Zur gleichen Zeit im Bad Bevenser Rathaus unterschreiben die Samtgemeindebürgermeister Michael Widdeke (Rosche), Michael Müller (Aue), Wolf-Dietrich Marwede (Suderburg) und Martin Feller (Bevensen-Ebstorf) sowie Uelzens Stadtbürgermeister Jürgen Markwardt – Bienenbüttels Bürgermeister Merlin Franke wird ebenfalls noch unterzeichnen – den Vertrag mit Medikom-Geschäftsführer Benjamin Gießel und dem Eigentümer der „Pension Sabine“ Juri Schweizer. „Es steht aktuell kein Wohnraum mehr zur Verfügung“, weiß Bevensen-Ebstorfs Samtgemeindebürgermeister Martin Feller. Mit der ehemaligen Pension habe man Zeit gewonnen, nach weiteren Unterkünften zu suchen. Noch bis zum 30. September steht die KGS-Turnhalle, betrieben vom Deutschen Roten Kreuz, zur Verfügung. Ab Oktober will der Landkreis Uelzen mit dem angekündigten Abriss des Gebäudes beginnen. Schon seit dem 1. Juli sind die Samtgemeinden, die Hansestadt Uelzen und die Einheitsgemeinde Bienenbüttel und nicht mehr der Landkreis Uelzen für die Unterbringung der Geflüchteten zuständig. „Wir rechnen alle mit einem erheblichen Mehraufwand, der die Haushalte in diesem und auch im nächsten Jahr betreffen wird“, sagt Michael Widdecke mit Blick auf den finanziellen Aspekt für die Kommunen.

Für die Geflüchteten aus der Ukraine wird sich die Qualität der Unterbringung in Bad Bevensen erheblich verbessern. Im Gegensatz zu den großen Zelten und Feldbetten in der KGS-Turnhalle erwarten sie Zimmer mit einem eigenen Bad, ein Speisesaal und einer Möglichkeit zum Wäschewaschen im Keller. Insgesamt können bis zu 80 Personen im Gebäude untergebracht werden. „Wir bieten zudem ein Notrufsystem, Dolmetscher und ein Kinderspielzimmer an“, sagt Borkowski.

Nichtsdestotrotz suchen die Samtgemeinden, die Stadt und die Einheitsgemeinde weiterhin nach Wohnraum für die Geflüchteten. Wer eine Wohnung zur Verfügung stellen will, kann sich bei seiner jeweiligen Samtgemeinde, der Stadt Uelzen oder der Einheitsgemeinde Bienenbüttel melden.

Auch interessant

Kommentare