Notunterkunft für Flüchtlinge: Lessing-Gymnasium nutzt Halle der Oberschule

Sportunterricht ist trotz Flüchtlingsunterkunft gesichert

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In der unteren Turnhalle des Lessing-Gymnasiums wurden die Betten aufgeschlagen. Der Sportunterricht ist dennoch gesichert. Das LeG greift auf Hallenzeiten der Oberschule zurück.

Uelzen. Der Landkreis Uelzen muss, wie berichtet, über den Jahreswechsel hinaus Notunterkünfte für Flüchtlinge bereithalten.

Derzeit werden jeweils rund 100 Männer, Frauen und Kinder in den Turnhallen der früheren Pestalozzischule und des Lessing-Gymnasiums (LeG) untergebracht, wodurch diese nicht für den Schul- und Vereinssport zur Verfügung stehen. Dies könnte, sofern der Landkreis keine andere Unterbringungsmöglichkeit findet, auch für das neue Jahr gelten.

Nach Auskunft von Sven Kablau, Schuleiter des Lessing-Gymnasiums, ist seit Anfang November trotz der gesperrten unteren Turnhalle am LeG der Sportunterricht für alle Schüler zu den gewohnten Zeiten gewährleistet. In einer Elternmitteilung heißt es dazu: „Es wird also kein Pflichtunterricht wegen der besonderen Situation in unser unteren Turnhalle ausfallen. Auch die Sport-Arbeitsgemeinschaften finden, wenn auch eingeschränkt, statt.“ Wie Sven Kablau sagt, würden sie alle zwei Wochen angeboten.

Den Sportunterricht trotz der Sperrung zu organisieren, ist durch die Hilfe der Oberschule Uelzen gelungen. Deren Turnhalle befindet sich in Laufweite zum Gymnasium. So nutzen die Oberstufenschüler die zweite, noch freie Turnhalle am LeG. Für den Sportunterricht der übrigen Klassenstufen werden Hallenzeiten der Oberschule in Anspruch genommen. „Das hat Zeit gekostet, bis der Plan stand. Aber es funktioniert“, so Kablau. Der Organisationsplan wird aber nur so lange gelten können, wie das Lessing-Gymnasium noch Zugriff auf die zweite Turnhalle am LeG hat. In der Elternmitteilung informiert Kablau, dass sich dies jederzeit ändern könne. „Der Schulträger (der Landkreis, d. Red.) wird selbst nur sehr kurzfristig über neue Flüchtlingszuweisungen informiert.“ Derzeit ist eine beabsichtigte Nutzung der zweiten Halle am LeG nicht bekannt.

Von Norman Reuter

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