Landkreis Uelzen stellt erste Weichen für großen Neubau in Bad Bevensen

Sporthalle für 3,5 Millionen Euro?

Auf dem Gelände des abgerissenen Intermarché-Markts wird wohl die neue KGS-Sporthalle gebaut. Die Fläche ist in Besitz des Landkreises und nur wenige Schritte von der Schule entfernt. Foto: ib
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Auf dem Gelände des abgerissenen Intermarché-Markts wird wohl die neue KGS-Sporthalle gebaut. Die Fläche ist in Besitz des Landkreises und nur wenige Schritte von der Schule entfernt.

Bad Bevensen. Die alte Sporthalle an der KGS ist nicht mehr zu retten. Wie berichtet, hatte der Landkreis Uelzen als Träger der Kooperativen Gesamtschule in Bad Bevensen daher einen Neubau als Ersatz ins Auge gefasst.

Nach und nach werden die Planungen dafür konkreter: Als möglicher Standort für eine neue KGS-Sporthalle rückt das Gelände des ehemaligen Intermarché-Markts in den Kurze Bülten in den Fokus. Und auch eine erste Kostenschätzung gibt es inzwischen: Rund 3,5 Millionen Euro könnten für den Sporthallen-Neubau benötigt werden.

„Noch gibt es keine konkreten Beratungen der politischen Gremien dazu“, erklärt Landkreis-Sprecher Martin Theine auf AZ-Nachfrage. Aber in der Tat sei das Intermarché-Gelände als Baufläche nach aktuellem Stand sehr wahrscheinlich. Im Zuge des sogenannten Sporthallensanierungskonzepts des Landkreises Uelzen habe der Kreisausschuss außerdem noch im Oktober entschieden, 150 000 Euro für Planungs- und Ausschreibungskosten für das Projekt in den Haushaltsplanentwurf 2017 einzustellen. Für den Haushalt 2018 sollten obendrein per Verpflichtungsermächtigung besagte 3,5 Millionen Euro festgeschrieben werden. Damit wird sozusagen manifestiert, dass die Politik den Neubau auch tatsächlich realisieren will.

Während es für genaue Baukosten noch zu früh sei und auch noch eine Entscheidung darüber ausstehe, ob die Bad Bevenser künftig eine Dreifeld-Gymnastikhalle oder – wie von der CDU in die Diskussion gebracht – eine solche plus viertem Feld erhalten sollen, steht eines fest: „In der Liste des Gebäudemanagements des Landkreises hat das Projekt die Priorität 1“, sagt Martin Theine. Eine tatsächliche Reihenfolge in der Maßnahmenliste der Sanierungsprojekte lege aber die Politik fest. In den kommenden Sitzungen des Schulausschusses werde das Thema beraten.

Sollte die neue Sporthalle eines Tages fertiggestellt sein, scheint auch das Schicksal der jetzigen Halle besiegelt: „Es zeichnet sich derzeit ab, dass die dann abgerissen wird“, so Theine. So weit allerdings ist man noch lange nicht. Eine der Voraussetzungen für einen Neubau auf dem Intermarché-Gelände wäre, dass die Stadt Bad Bevensen den dortigen Bebauungsplan ändern müsste, so Theine. „Und da beträgt die Verfahrensdauer in der Regel ein Jahr.“

Von Ines Bräutigam

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