Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf rechnet 2017 mit einem Überschuss / Geld fließt in die Feuerwehren

Spielraum für Investitionen

+
Eine der größten Investitionen: Die Freiwillige Feuerwehr Bad Bevensen soll für 650 000 Euro eine neue Drehleiter erhalten. Jährlich 300 000 Euro fließen in die Umsetzung des Feuerwehrbedarfsplans. 

Bad Bevensen. Der Spielraum für Investitionen wird größer. 2017 schreibt die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf nicht nur schwarze Zahlen. Sie erzielt sogar einen Überschuss von 726 000 Euro, obwohl gleichzeitig ein Teil des Geldes an die Mitgliedsgemeinden weitergegeben wird.

Im nichtöffentlichen Verwaltungsausschuss am Donnerstag wurde der 22,7 Millionen Euro schwere Haushaltsentwurf 2017 vorgestellt.

„Der Samtgemeinde geht’s gut, den Mitgliedsgemeinden nicht“, gibt Samtgemeindebürgermeister Hans-Jürgen Kammer (SPD) zu bedenken. „Wir nutzen die gute Finanzsituation, um die Mitgliedsgemeinden zu unterstützen, denn über die Jahre sind Investitionsstaus entstanden.“

Schon im vorigen Jahr wurde die Samtgemeindeumlage, die von den Gemeinden zu zahlen ist, auf 28 Prozent gesenkt. Für dieses Jahr soll sie noch einmal auf kreisweit einmalig niedrige 24 Prozent sinken. Das entspricht einer Entlastung um 633 000 Euro. „Wir werden aber die Samtgemeindeumlage wieder bedarfsgerecht anpassen müssen“, so Kammer.

Investiert wird vor allem in die Feuerwehren. Für 650 000 Euro soll die Bevenser Wehr eine neue Drehleiter erhalten. Weitere Anschaffungen sind ein Löschfahrzeug für Himbergen (260 000 Euro aus dem Haushalt 2016), 280 000 Euro für die Arbeiten am neuen Feuerwehrhaus Wriedel, 32 000 Euro für das Feuerwehrhaus Brockhimbergen. Jährlich 300 000 Euro sollen für die Umsetzung des Brandschutzbedarfsplans eingesetzt werden.

Gemeint ist eine mögliche Kooperation zwischen den Feuerwehren Hesebeck, Gollern und Röbbel. Im Gegenzug für die Zusammenarbeit sollen kooperierende Wehren bei der Anschaffung neuer Fahrzeuge und gegebenenfalls beim Bau eines zentralen Feuerwehrhauses unterstützt werden. „Das ist die Chance, die Feuerwehren zu erhalten“, sagt Kammer.

Investieren kann die Samtgemeinde auch in die Schulen. 700 000 sollen in die energetische Sanierung der Gebäude fließen. Mit 7000 Euro werden die Voraussetzungen für die erste Ganztagsgrundschule in Altenmedingen geschaffen. Weitere Investitionen: 600 000 Euro für die Sanierung des Ebstorfer Rathauses, 500 000 Euro für den Radweg Bohndorf-Bavendorf (125 000 Euro Eigenanteil), 200 000 für technische Maßnahmen am Bad „Waldemar“ Ebstorf und am Bevenser Rosenbad.

Von Gerhard Sternitzke

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare