Andreas Gensch landet großen Wurf mit „Aquarium“: Vertrag in Bispingen über zehn Jahre abgeschlossen

Solarbahn rollt durch Center Park

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Andreas Gensch nimmt in Bispingen den Betrieb auf – mit der zweiten Solarbahn. Seit 2014 fährt er mit seinem durch Sonnenenergie betriebenen Zweiwaggoner durch Bad Bevensen. Lüneburg hatte das Gefährt 2013 abglehnt.

Bad Bevensen. Jetzt ist der Deal perfekt: Ein Pendant zur Bevenser Solarbahn wird künftig auch in den Center Park Bispingen fahren. Das bestätigte Bahnbetreiber Andreas Gensch gegenüber der AZ.

Voraussichtlich ab dem 1. Juli wird der mit Sonnenlicht fahrende Zweiwaggoner durch den Ferienpark in der Heide rollen.

In der Kurstadt Bad Bevensen hatte Genschs „gläsernes Thermelinchen“, wie die Bahn mit Elektoantrieb im Volksmund genannt wird, im Juni 2014 ihre Jungfernfahrt bestritten. Nach schleppendem Start – zeitweise fiel sie wegen Batterieschadens in den Anfangsmonaten aus – bringt die Solarbahn ihre Gäste auf rund 60 Plätzen inzwischen zuverlässig und lautlos von A nach B. Mit geladenen Batterien fährt die Bahn rund 120 Kilometer weit – weit genug für die täglichen Fahrten mit maximal Tempo 25 durch die Kurstadt.

In Bispingen wird die rund 300 000 Euro teure Solarbahn voraussichtlich zehn Jahre fahren – für diese Zeitspanne hat der Mechtensener Gensch den Betrieb vertraglich zugesichert.

Der Hansestadt Lüneburg hatte Andreas Gensch, der bereits Touristen in Kutschen durch die Salzstadt fährt, seine Solarbahn ebenfalls angeboten. Die Lüneburger lehnten 2013 ab – unter anderem mit Hinweis darauf, dass das gläserne Aquarium nicht in die historische Altstadt passe. Eine Entscheidung, die in Bad Bevensen gut ankam – immerhin konnten sich so die Kurstädter die für ihre Nachbarstadt bestimmte Bahn sichern.

Von Wiebke Brütt

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