Maßnahmen in Villa im Park greifen / Kritik an Asyl-Sammelunterkünften

Situation hat sich entspannt

+
Nach Auseinandersetzungen ist es in der Villa im Park ruhiger geworden.

wb Bad Bevensen. Die Situation in der Asylbewerber-Sammelunterkunft „Villa im Park“ in Bad Bevensen hat sich entspannt. Darüber informiert der Landkreis Uelzen.

In den vergangenen Wochen waren Bewohner der Villa durch Sachbeschädigungen, Diebstähle, Einbrüche und Prügeleien innerhalb wie außerhalb der Unterkunft an der Ebstorfer Straße aufgefallen. Ende Januar eskalierte die Lage: Ein Bewohner ging auf einen anderen mit einem Messer los – er sitzt mittlerweile in der JVA Uelzen.

Passend dazu:

Asyl: Diakonie geht voran

Versuchte Tötung in Asylunterkunft

Platz für Flüchtlinge begrenzt

Asyl in der Villa

Der Landkreis hat inzwischen reagiert: Unruhestifter zogen in andere Häuser um. Statt 45, wie noch Ende Januar, leben inzwischen noch 31 junge Männer in der Villa im Park. Die Aslybewerber haben Bewohner-Ausweise erhalten, über die kontrolliert wird, wer die Einrichtung betreten darf – nur zwei Maßnahmen eines umfangreichen Deeskalations-Katalogs.

Trotz der Entspannung, die die Polizei bestätigt, werden in Bad Bevensen weiterhin kritische Stimmen laut. Einwohner kritisieren – auch per Unterschriftenliste, die dem Landkreis vorliegt –, dass weitere Unterkünfte konzentriert im Südwesten der Stadt entstehen sollen. In der Villa im Park an der Ebstorfer Straße wäre Platz für 50 Personen. In einem weiteren Gebäude an der Ebstorfer Straße sollen ab April bis zu 20 Asylbewerber untergebracht werden. „Es ist festgelegt, dass dort Familien untergebracht werden“, bestätigt Kreissprecher Martin Theine gestern auf Nachfrage.

Zudem verhandelt der Landkreis mit dem nahegelegenen Medinger Hotel Vier Linden, in dem Platz für 70 bis 80 Personen wäre.

Von Wiebke Brütt

Lesen Sie am Freitag einen weiteren Artikel dazu im E-Paper und in der Printausgabe der AZ.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare