Verkehrszählung und Messtafel

Situation an der Medinger Straße soll nochmal durchleuchtet werden

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Vor allem der Fahrradstreifen auf der Medinger Straße bereitet Bauausschussmitglied Andreas Bersiel (SPD) Sorgen. „Dort ist es schon zu den wildesten Kapriolen und Überholmanövern gekommen“, beklagt er.

Bad Bevensen – Die Verkehrssituation an der Medinger Straße war jetzt wieder einmal Thema einer Bauausschusssitzung in Bad Bevensen.

Anlass war ein Antrag von WBB-Ratsfrau Linda Czerwinski, den sie im Nachgang eines Unfalls im Januar, bei dem ein sechsjähriger Junge von einem Auto angefahren worden war, stellte.

„Wir haben das Thema mit Verkehrsbehörde und Polizei besprochen“, berichtete Bauamtsleiter Roland Klewwe den Ausschussmitgliedern. Fest stehe, dass die Straße kein Unfallschwerpunkt sei. Auch die im Antrag von Linda Czerwinski genannte schlechte Ausleuchtung der Straße konnte Klewwe nicht nachvollziehen.

„Ein Beleuchtungsproblem gibt es an dieser Stelle nicht“, meinte er. Seitdem die Lampen auf LED umgestellt sind, sei die Ausleuchtung viel besser. Hinzu komme die Leuchtreklame des Aldi-Marktes, die für zusätzliches Licht sorge. „Es gibt keinen Bereich in Bad Bevensen, der besser ausgeleuchtet ist“, sagte Klewwe.

Der Bauamtsleiter regte an, eine erneute Verkehrszählung durchzuführen, um zu prüfen, ob ein Zebrastreifen möglich wäre. Bisherige Zählungen hätten nicht genügend Verkehr nachweisen können. Außerdem schlug Klewwe vor, zu prüfen, ob die Bushaltestelle in Richtung Lüneburger Straße verlegt werden kann. So würde man auch eine übersichtlichere Situation für Autofahrer schaffen, die aus der Gartenstraße auf die Medinger Straße abbiegen wollen. Zudem hat die Verwaltung eine Tempomesstafel an der Straße aufstellen lassen.

„Es gibt sicherlich Handlungsbedarf“, erklärte Gabriele Meyer (Grüne). Bisher habe man sich bei der Zählung aber immer die Zähne ausgebissen. Daher sei es wichtig, jetzt noch einmal alle Möglichkeiten auszuloten.

Das bekräftigte auch Andreas Bersiel (SPD): „Mit einem kompletten Prüfauftrag haben wir mehr Möglichkeiten zu handeln.“ Probleme sieht der Polizeibeamte zurzeit vor allem beim Fahrradstreifen auf der Medinger Straße. Dieser habe zu Verunsicherungen geführt.

„Dort ist es schon zu den wildesten Kapriolen und Überholmanövern gekommen“, berichtete er. So nutzten manche Autofahrer den Streifen als bequemen Parkplatz und der eine oder andere Fahrradfahrer habe schon eine Vollbremsung hinlegen müssen, als Autofahrer an Einmündungen einfach auf den Streifen gefahren seien.

Der Ausschuss empfahl, dass die Vorschläge der Verwaltung zunächst umgesetzt werden. Wenn die Ergebnisse vorliegen, soll über konkrete Maßnahmen entschieden werden.

VON LARS LOHMANN

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