Gruppe im Wirtschaftsverein schlägt Innovation vor

Selbstfahrende Busse im Bevenser Kurpark?

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Seit Herbst ist in Bad Birnbach erstmals in Deutschland ein fahrerloser Linienbus unterwegs – auch für Bad Bevensen gibt es diese Idee.

ib Bad Bevensen. Selbstfahrende Kleinbusse im Bad Bevenser Kurpark? Wenn es nach den Mitgliedern der Mobilitätsgruppe im Verein „Bad Bevensen Wirtschaft & Tourismus“ geht, soll das bald Wirklichkeit werden.

ib Bad Bevensen. Selbstfahrende Kleinbusse im Bad Bevenser Kurpark? Wenn es nach den Mitgliedern der Mobilitätsgruppe im Verein „Bad Bevensen Wirtschaft & Tourismus“ geht, soll das bald Wirklichkeit werden. In der jüngsten Mitgliederversammlung stellte Jürgen Strampe die Idee vor und wollte von den Unternehmern der Kurstadt Meinungen und Wünsche dazu hören.

Denn eines ist aus Sicht der Geschäftsleute klar: Nach dem Aus der Solarbahn fehlt es in Bad Bevensen an einer Verbindung zwischen dem Kurviertel rund um die Amtsheide und der Innenstadt. Und diese Verbindung müsse kurz und direkt sein, stellte Strampe fest. Elektro-Busse, die autonom gesteuert werden, könnten dies leisten, sagte er, und wären ein Baustein in einem Mobilitätskonzept, das derzeit von der Bad Bevensen Marketing GmbH (BBM) erarbeitet wird.

Christian Bahr, Hotelier in Bad Bevensen, lobte die Idee, mit der man sich als „innovativer Kurort“ präsentieren könne. Die Busse seien für Jung und Alt interessant. Für Bürgermeister Martin Feller gab es da allerdings noch manche unbeantwortete Frage: Wer soll der Betreiber sein? Wie hoch sind die Kosten? Was ist, wenn größere Gruppen mitfahren möchten? Und wer schreibt das ganze Projekt aus?

Für Jürgen Strampe sind das Schritte, die erst noch konkretisiert werden müssen. Eine Erhöhung der Kurtaxe wäre denkbar. Rund 60 000 Euro würde ein Bus voraussichtlich kosten. Übergangsweise, bis die Sache mit den selbstfahrenden E-Bussen realisiert werden könne, wären geleaste Golf-Caddys eine Alternative. Sie könnte man für je 12 000 Euro anschaffen und durch den Kurpark rollen lassen.

BBM-Geschäftsführer Gerhard Kreutz schlug vor, das Ganze als nächstes auf Umsetzbarkeit zu prüfen. Grundsätzlich wurde die Idee positiv von der Versammlung aufgenommen. Aber für Kreutz stand auch fest: „Wir brauchen trotzdem einen ÖPNV.“

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