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Freiwillige bauen auf der Pferdewiese Bühne für das Seedorf Open Air auf

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Bandfoto von Kraftakt.
Die Band Kraftakt mit Musikern aus Ebstorf und Lüneburg tritt beim Seedorf Open Air auf der Pferdewiese mit einem Stil auf, den sie New Rock nennt. © Privat

Noch ist es still auf der Pferdewiese am Rand von Seedorf. Aber heute beginnen Vereinsmitglieder und Dorfbewohner mit dem Aufbau für das Seedorf Open Air. Ab morgen werden Bühne und Beleuchtungstechnik von den Freiwilligen montiert. Sieben Bands treten am Sonnabend, 16. Juli, mitten in der Natur auf.

Seedorf/Rieste –Es ist die zwölfte Auflage des kleinen Metal-Festivals. „Wir wussten lange nicht, ob es stattfinden kann“, sagt Heiko Haak, Vorsitzender des 44 Mitglieder großen Vereins. „Umso größer ist die Aufregung.“ Kurzfristig musste der Verein noch Ersatz für die Band Dishonour finden. „Der Gitarrist hat einen Arbeitsunfall gehabt“, erklärt der 44-jährige Logistik-Meister.

Heiko Haak.
Große Freude bei Heiko Haak, dem Vorsitzenden des Vereins Open Air Seedorf. © Sternitzke, Gerhard

Ein wirkliches Problem war das nicht. Beim ersten Aufruf fürs Open Air hatten sich nicht weniger als 500 Bands gemeldet, die gern nach der langen Corona-Pause auf dem familiären Festival auftreten wollten. In früheren Jahren rockten auch ausländische Bands bis aus Argentinien auf der Pferdewiese. „Dieses Jahr wollten wir Bands aus unserer Region eine Chance geben“, betont Haak. Nur Gorelem – als Ersatz für die ausgefallene Gruppe – reist aus Berlin an. Razzor ist in Uelzen zu Hause, die Bands Skrupellos, Exat, Kraftakt und Mainotower kommen aus Lüneburg.

Hinterm Haus des Vorsitzenden, der in Rieste lebt, wird noch fleißig gewerkelt. Aus alten Tonnen werden Stehtische und Waschbecken gebaut. Noch müssen die Tischplatten aus Altholz abgeschliffen und die Wasserhähne montiert werden – dann geht es auf die Wiese.

Familiäres Festival: Alle packen an, Dorfbewohner sind dabei

Das macht das Familiäre des Festivals aus. Sponsoren helfen, die Preise niedrig zu halten. Vereinsmitglieder und Dorfbewohner packen zusammen an. Alles von den Buden bis zur Bühne wird selbst aufgebaut. Und auf der Pferdewiese mischen sich die eingeschworenen Heavy Metal-Fans, darunter die Headbanger, die das Haar im Rhytmus der Musik fliegen lassen, mit Dorfbewohnern jeden Alters, die vielleicht sonst Pop und Schlager bevorzugen.

„Wir versuchen, immer für jeden Geschmack was dabei zu haben“, erklärt Haak, der selbst erst durch das Open Air zum Metal-Fan wurde. „Es würde kein langweiligeres Open Air geben, als wenn alle die gleiche Musik spielen würden.“ Das Programm, das um 16 Uhr beginnt und bis Mitternacht geht, reicht von Deutsch-Metal bis Punkrock. Die Vorfreude auf das zwölfte Seedorf Open Air ist jedenfalls groß. „Das ist die Entschädigung für den Aufbau.“

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