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Sechs-Millionen-Euro-Investition: Sporthalle der KGS Bad Bevensen eingeweiht

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Landrat Dr. Heiko Blume (von links), didaktischer Leiter Sebastian Gutheil, Schulausschussvorsitzender Karsten Jäkel.
Nach zwei Jahren Bauzeit wurde die neue Sporthalle der KGS Bad Bevensen von Landrat Dr. Heiko Blume (links) und dem didaktischen Leiter Sebastian Gutheil eingeweiht. Rechts: Schulausschussvorsitzender Karsten Jäkel. © Privat

Sechs Millionen Euro hat der Landkreis Uelzen investiert. Am 10. Februar wurde die neue Sporthalle der KGS Bad Bevensen nach zwei Jahren Bauweise eingeweiht.


Bad Bevensen – Im Gymnastikraum macht Dr. Heiko Blume den Test: Mit der Schulter drückt er gegen einen der Spiegel. Der biegt sich so weit, dass man unwillkürlich zusammenzuckt, aber das Splittern bleibt aus. „Auch die Spiegel sind prallgeschützt“, stellt Krischan Duczek, Fachingenieur für Gebäudetechnik des Kreis-Gebäudemanagements, beim Rundgang klar. An alles, scheint es, ist in der neuen Sporthalle der Kooperativen Gesamtschule (KGS) Bad Bevensen gedacht. Am 10. Februar wurde der rund sechs Millionen Euro teure Neubau nach zwei Jahren Bauzeit eingeweiht.

„Zeit, dass sich was dreht“, der Titel des Grönemeyer-Songs, der vorweg gespielt wird, ist auch die Botschaft von Sebastian Gutheil, dem didaktischen Leiter der Schule. „Die Sporthalle wird dafür sorgen, dass unsere Kinder und Jugendlichen wieder Erfahrungen machen, die ihnen durch Corona verwehrt blieben“, betont Gutheil.

Antriebslosigkeit, geringes Selbstvertrauen und mangelnde Frustrationstoleranz seien Folgen der Einschränkungen. Deshalb sei der Sportunterricht so wichtig, der ab Montag in der 3000 Quadratmeter großen Sporthalle läuft. „Ich habe mit großen Kinderaugen angeschaut, was sich in dieser Halle alles machen lässt“, erzählt Gutheil. „Ich wünsche mir hier sportliche Erfolge und ein faires sportliches Miteinander.“

Auch Schüler, die aus Corona-Gründen nicht bei der Einweihung dabei sein können, äußern sich per Video zu dem Neubau. „Wir hoffen, dass die neue Sporthalle viel größer ist, damit wir uns wohler fühlen“, meint eine Schülerin. Und ein anderer sagt: „Vielen Dank für diese neue Sporthalle.“

Zentraler Ort für Sport und Emotionen ist die große Dreifeldhalle mit 192 Tribünenplätzen. Um die Schallübertragung zu reduzieren, gibt es hinter der Tribüne Türen. Eigentlich sind es mehrere Hallen unter einem Dach. Es gibt die erwähnte Gymnastikhalle, einen Fitnessraum und sogar einen Unterrichtsraum für die Sporttheorie. Die Umkleiden sind auf Wunsch der Schule in verschiedenen Regenbogenfarben gestrichen.

Für große Spiele befinden sich im Eingangsbereich Toiletten für Männer, Frauen und Diverse sowie ein Behinderten-WC. Alles ist natürlich behindertengerecht. Die Einrichtung am Standort des ehemaligen Intermarché-Supermarkts wird mit Gas beheizt. Die Wärme aus der Abluft wird in großen Wärmetauschern zurückgewonnen.

Landrat Blume verweist auf den Sporthallenplan des Landkreises von 2016, in dem auch der Neubau der KGS-Halle stand. „Wenn es noch eines Beweises für die Notwendigkeit bedurft hätte, dann war es die letzte Entlassfeier, wo ich fragte, ob wir die Fenster öffnen sollten“, berichtet Blume. „Da sagte man mir, das sollte man lieber nicht tun, weil man nicht weiß, was dann passiert.“

„Sechs Millionen Euro, das ist viel Holz“, räumt der Landrat ein. „Aber meiner Meinung ist das gut investiertes Geld für die Schule, aber auch für die Vereine“, sagte Blume. „Ich hoffe, dass im Lauf des Jahres wieder Spiele stattfinden, dass es sportliche Erfolge gibt, dass junge Menschen ob im Erfolg oder im Misserfolg, sich in den Armen liegen können.“

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