15-Jährige bricht in Bad Bevensen zusammen

Drogen vom Schulhof?

Ecstasy-Pillen in der Disco.
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Eine 15-Jährige soll unter dem Einfluss der synthetischen Droge Ecstasy zusammengebrochen sein.
  • Gerhard Sternitzke
    VonGerhard Sternitzke
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Bad Bevensen – Ein Schuljahr ist zu Ende. Mit dem Zeugnis oder dem Abschluss in den Händen sind die Schüler in die Ferien gegangen oder stehen vor dem Start ins Studium oder Berufsleben. Strahlende Gesichter bei der Verabschiedung. Aber es gibt auch Schattenseiten. Immer wieder ist die Rede von Drogen an den Schulen, in diesem Fall an der KGS in Bad Bevensen.

Eine Mutter, die nicht namentlich genannt werden will, berichtet, dass auf dem Schulgelände gedealt werde. Schüler konsumierten die Drogen an ihren Treffpunkten in der Stadt. Im Juni sei eine 15-Jährige am helllichten Tag auf einer Straße nahe der Fußgängerzone zusammengebrochen. Es habe sich herausgestellt, dass sie die synthetische Droge Ecstasy genommen habe.

Die Polizei bestätigt den Vorfall. Das Mädchen sei mit dem Krankenwagen ins Helios-Klinikum gefahren worden. In einem anderen Fall im März stoppten Beamte in der Römstedter Straße einen 17-Jährigen auf seinem Elektroroller, der unter Einfluss von Marihuana stand. Weitere Jugendliche flohen. Eine 16-Jährige wurde mit zwei Promille Alkohol und Amphetaminen im Blut bei ihren Eltern abgeliefert. Das sind die einzigen in diesem Jahr in der Kurstadt aktenkundig gewordenen Vorfälle mit Drogen bei Schülern.

Polizeisprecherin: Keine auffällige Häufung

Im Verhältnis zur Zahl von 1700 Schülern an der größten allgemeinbildenden Schule im Uelzener Kreisgebiet gebe es keine auffällige Häufung von Drogendelikten, stellt Polizeisprecherin Antje Freudenberg klar. Das Problem sei jedoch, dass Schüler und Eltern ihre Beobachtungen aus Angst für sich behalten. „Wichtig für uns ist, dass das zeitnah angezeigt wird oder dass man Vorfälle in der Schule mitteilt.“

Der kommissarische Schulleiter Jens Wieckhorst bestätigt, dass jemand an der Schule laut Berichten gedealt haben soll. Er schildert auch, wie schwer es für die Schule ist, Drogenproblemen auf die Spur zu kommen.

Mehr dazu in der Printausgabe der AZ.

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