Projekttage an der Fritz-Reuter-Schule Bad Bevensen / Tag der offenen Tür am Sonnabend

Schüler lernen ohne Buch und Stundenplan

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Kunst aus Papptellern und -bechern: Bei den Projekttagen an der KGS entstand aus dem Wegwerfprodukt ein gefräßiger Fisch.

ute Bad Bevensen. Einmal raus aus dem Unterrichtsalltag, Schulbücher zu Hause lassen. Sichtlich motiviert und engagiert sind die Schüler der Fritz-Reuter-Schule Bad Bevensen derzeit in ihren Projekttagen eingebunden.

Es wird im Rahmen vieler Expeditionen, Experimente und Aktionen recherchiert, gewerkelt, erkundet, geschrieben, gestaltet, geforscht.

Ausgetrunken, aber zu schade für den Abfall: Alte Getränkedosen lassen sich zu neuen Produkten aufarbeiten. 

Nicht die ganze Schule arbeitet zu einem Thema aus verschiedenen Blickwinkeln, es geht klassenweise voran nach Zielen und Schwerpunkten des jeweiligen Jahrgangs. Beispielsweise um Nachhaltigkeit. Da ist ein Besuch im hiesigen Klärwerk schon angebracht. Oder es lässt sich aus Abfallbehältern und Müll etwas tolles Neues machen im sogenannten Upcycling. Zu sehen übrigens in einer kleinen Ausstellung im Rahmen des „Tags der offenen Tür“ am Sonnabend, 10. Februar, in der Zeit von 10 bis 14 Uhr mit tollen Mitmachaktionen, Ausstellungen, Projektarbeiten, Führungen und mehr.

Was gibt es alles über Fische zu erfahren? Umfrage über Döner, etwa den Gewürzgehalt. Recherchen über hiesige denkmalgeschützte Gebäude, viel übers Mittelalter, verbunden mit einer Lüneburg-Rallye, alten Spielen – die Vielfalt war enorm.

„Wir haben gute Erfahrungen mit Projekttagen gemacht“, sagt Sebastian Gutheil, didaktischer Leiter der Kooperativen Gesamtschule. „Es gelingt meist durch innovative Methoden, die Schüler aus der Reserve zu locken, sie zu Handlungs- und Verantwortungsbereitschaft und selbstständigem Lernen anzuleiten und ihre Teamfähigkeit, soziale Kompetenz und Selbstkompetenz zu stärken. Ziel ist es auch, moderne Arbeitstechniken zu fördern und die Schüler zu befähigen, die Bewältigung komplexer Aufgaben zu üben, zielorientiert und gemeinsam im Team zu handeln.“

„Ich bin ganz froh, dass mal nicht alles nach Stundenplan läuft“, berichtet eine Sechstklässlerin. Dass sie bei den Projekttagen ebenso lernt und bereichert wird, merkt sie gar nicht. Sie freut sich aber über die tollen, oft sichtbaren Ergebnisse ohne eine Zensur unter einer Klassenarbeit.

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